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Dieser Tyrrell P34 gehört dem früheren F1-Champion Jody Scheckter, der das Auto 1976 und 1977 fuhr.

Bild von: RM Sotheby's

Von: Chris Bruce
Veröffentlicht von: Stefan Wagner
10. Mär. 2024 um 01:54 Uhr
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Am bekanntesten ist Jody Scheckter wohl für seinen Gewinn der Formel 1-Fahrer-Weltmeisterschaft im Jahr 1979. Aber er verbrachte auch eine ganze Menge Zeit hinter dem Steuer des wohl bizarrsten F1-Autos aller Zeiten. Die Rede ist natürlich vom sechsrädrigen Tyrrell P34. Nun verkauft Scheckter seinen eigenen P34. Ein Original-Chassis, dass 2008 zu einem voll funktionsfähigen Rennauto umgebaut wurde.
Ursprünglich kam der P34 in den Jahren 1976 und 1977 zum Einsatz. Die relativ kurze Historie dieses Gefährts bietet den Vorteil, dass es sich in einem exzellenten Zustand befindet. "Chassis 8" wurde mit dem korrekten Ford-Cosworth-DFV-3,0-Liter-V8 kombiniert.
Bildergalerie: Tyrrell P34 Replica RM Sotheby's Auction

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Quelle: RM Sotheby's
Das ungewöhnliche Design mit den sechs Rädern ist das Resultat der Kreativen Denke von Tyrrells technischem Direktor Derek Gardner. Er erkannte, dass er kleinere Räder unter dem Flügel unterbringen konnte. Der zweite Satz Reifen würde die reduzierte Aufstandsfläche der kleineren Reifen ausgleichen. Außerdem würde sich der Auftrieb reduzieren, verglichen mit der Luft die über die größeren Räder der Konkurrenz fließen musste.
Gardner schätzte auch, dass das Vorhandensein zweier zusätzlicher Räder die Bremsleistung verbessern würde. In der Realität hatten die Fahrer mit dem ungewöhnlichen Layout aber ihre liebe Mühe. "Das Bremsen sollte sich verbessern: Nun, das tat es auch, wenn du auf einer Geraden gebremst hast, aber sobald du eingelenkt hast, fingen die kleinen Räder zu rutschen an und du musstest vom Pedal gehen, also gab es keinen Vorteil", sagte Scheckter dem Magazin Motor Sport 2008, laut einer Story, die auf Formula1.com veröffentlicht wurde.
Trotz der Schwächen des Designs hatte der P34 auf der Strecke durchaus Erfolg. Scheckter fuhr das Auto beim Großen Preis von Schweden 1976 zu seinem einzigen Sieg. Aber er und sein Teamkollege Patrick Depailler schafften in dieser Saison zehn Podiums, inklusive eines zweiten und dritten Platzes beim Monaco Grand Prix. 1977 schaffte das Team dann nur noch vier Podium-Platzierungen.
Ein cooles Gimmick sind die "Fenster" in den Seiten, die es dem Fahrer ermöglichen, die Räder zu sehen. Das erlaubte ihm, das Auto besser in den Kurven zu platzieren.


Scheckters Auto sieht aus wie die Version der Saison 1976, wenn man sich die NACA-Einlässe auf dem vorderen Flügel ansieht. Die Optimierungen für die 1977er-Serie beinhalteten ein geändertes Design mit großen Gitter-Paneelen.
Weil dieser P34 nicht in Formel 1-Rennen zum Einsatz kam, hat der neue Besitzer weniger Grund, das Auto in der Garage vor sich hin stehen zu lassen und sollte es hoffentlich häufiger auf dem Track bewegen. Der P34 wird von RM Sotheby's im Mai in Monaco versteigert. Der Schätzpreis liegt zwischen 450.000 und 640.000 Euro.
Quelle: RM Sotheby's
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