Toyota bemüht sich, den Verbrennungsmotor zu retten. Und diese Anstrengung hat nun eine weitere interessante neue Technologien hervorgebracht. Der Hersteller hat ein Filtersystem getestet, das Kohlendioxid aus der Atmosphäre auffangen kann. Klingt vielversprechend, doch bis zur Serienreife ist es noch ein weiter Weg ...

Toyota hat die Technik in den Wasserstoff-Verbrennungsmotor eingebaut, der in der Rennsport-Version des GR Corolla getestet wird. Das Filtersystem funktioniert, indem es das Kohlendioxid auffängt, das dann mithilfe der Motorwärme in eine Flüssigkeit abgegeben wird. Zusätzliche Energie wird nicht benötigt.

Leider wird es noch eine Weile dauern, bis diese Technik in Ihrem nächsten Prius oder RAV4 zum Einsatz kommt. Der Filter fängt nämlich noch zu wenig Kohlenstoff auf, um den durchschnittlichen Benzinmotor zu kompensieren. Außerdem muss er ständig ausgetauscht werden. Der Rennwagen filterte in 20 Runden nur etwa 20 Gramm Kohlendioxid heraus, was nicht sehr viel ist. Zum Vergleich: Ein Benzinauto kann pro verbrauchtem Liter fast 2,4 Kilogramm CO2 ausstoßen.

Toyota widersetzte sich Anfang dieses Monats dem Branchentrend, als der Vorstandsvorsitzende Akio Toyoda ein "großes Motorenentwicklungsprojekt" ankündigte, während seine Konkurrenten alles in batterieelektrische Fahrzeuge investieren. Der japanische Hersteller war bisher nicht so erpicht darauf, alles auf Elektrofahrzeuge zu setzen. Er rechnet mit einer langsameren Akzeptanz und einer geringeren Marktdurchdringung, während er gleichzeitig einen umfassenderen Ansatz zur Erreichung der Kohlenstoffneutralität anpreist.

Toyota geht davon aus, dass Benzinmotoren, Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge auch in Zukunft weiter existieren werden. Das Unternehmen und andere Autobauer arbeiten auch an Wasserstoff-Verbrennungsmotoren, die nahezu kohlenstoffneutral arbeiten könnten. Durch den Einbau des Filters in einen solchen Motor würde dieser dann kohlenstoffneutral werden, aber laut Toyota kann die Technologie auch in einem Benzinmotor eingesetzt werden.