Fast drei Jahre ist es jetzt her, vielleicht erinnern Sie sich noch. Im Mai 2021 zeigte ein italienisches Unternehmen namens Kimera Automobili ein ziemlich atemberaubendes Restomod-Projekt auf Basis des legendären Lancia 037 - den EVO37. Jetzt geht die Story weiter. Kimera hat nochmal Hand angelegt und den EVO38 erschaffen. 

Damals gab es für gut 480.000 Euro ein Carbon-Monocoque-Chassis wie beim ursprünglichen Lancia 037 aus dem 1980ern (abgezweigt vom Lancia Beta Montecarlo), nur verstärkt und etwas angepasst. Dazu einen Vierzylinder-Turbo, der um den Block des originalen 037-Motors herum aufgebaut wurde. Allerdings mit 2,1 Liter Hubraum und komplett neu entworfenen, nach allen Regeln der Kunst verbesserten Komponenten.

Verantwortlich dafür: Ein gewisser Claudio Lombardi, schon vor vier Jahrzehnten für den Vortrieb der Rallye-Lancias verantwortlich. Außerdem holte man sich noch den guten Miki Biaison ins Team, der als Doppel-Weltmeister auf dem Lancia Delta durchaus ein wenig Expertise ins Projekt mit einbringen konnte.

Die Formen und Linien gleichen denen des 037, die einzige Änderung am Außendesign sind die LED-Leuchten. Andererseits ist der EVO37 etwas länger als der ursprüngliche Lancia, während die Karosserie aus Kohlefaser statt aus GFK besteht.

So viel zum Ursprung des Projekts. Jetzt legt man beim Kimera nochmal nach. Die größte News beim EVO38 ist wohl die Zugabe eines Allradantriebs. Trotz dessen zusätzlicher Hardware soll das Gewicht nicht viel höher liegen als beim EVO37 mit Hinterradantrieb. Von gut 1.100 Kilo sprechen die Italiener. 

Der Vierzylinder mit Turbo und Roots-Kompressor bringt es dank einiger Upgrades nun auf 600 PS und 580 Nm Drehmoment - gut 95 PS und 30 Nm mehr als bisher. Geschaltet wird weiterhin per 6-Gang-Handschalter. An einem sequenziellen Getriebe für den EVO38 wird noch gearbeitet. 

Kimera wird den EVO38 live erstmals auf dem Genfer Autosalon zeigen, der von 26. Februar bis 4. März stattfindet. 38 Exemplare sollen gebaut werden. Zu den Preisen gibt es aktuell noch keine Angaben, es ist aber davon auszugehen, dass die 500.000-Euro-Marke geknackt wird.

Bildergalerie: Kimera EVO38