Ein neuer Fuso Canter 6C18 4x4 ist der jüngste Zugang im Fuhrpark der freiwilligen Feuerwehren des Feuerwehrzweckverbands Sulgen-Kradolf-Schönenberg im Schweizer Kanton Thurgau. Was er kann? Wir klären auf ...

Rosenbauer Schweiz mit Sitz in Oberglatt rüstete das Fuso Canter-Fahrgestell (der Hersteller Mitsubishi Fuso ist dabei Teil von Daimler Trucks) mit einem individuell entworfenen Aufbau aus, der gleichzeitig den Bauraum des Verteilergetriebes berücksichtigt und den Radstand von 3.415 Millimetern ausnutzt. Die zentralen Elemente sind ein mittig platzierter, 1.500 Liter fassender Löschwassertank und eine heckseitig zugängliche, Rosenbauer Tragkraftspritze FOX 4.

Bildergalerie: Fuso Canter 4x4 im Einsatz bei der Schweizer Feuerwehr

Das Allradgetriebe im Canter 4x4 verteilt nach Zuschaltung die 175 PS aus dem 3,0-Liter-Motor im Verhältnis 60/40 auf Vorderachse und Hinterachse. Das zusätzliche Untersetzungsgetriebe reduziert auf anspruchsvollerem Terrain bei Bedarf die Drehzahl und erhöht so das Drehmoment. Ein selbstsperrendes Differenzial unterstützt im 4x4 für noch mehr Traktion und Fahrstabilität.

Die Besatzung nimmt in einer Komfort-Kabine Platz. Mit dem ergonomischen Fahrer-Schwingsitz von Isringhausen, Fahrer- und Beifahrerairbag sowie Klimaanlage geht es künftig auf Übungs- und Einsatzfahrten. Im Cockpit befindet sich außerdem das Display für die Rückfahrkamera und das Bedienpult für die Signalanlage und die Umfeldbeleuchtung, beides Einbauten von Rosenbauer.

"Der FUSO Canter 4x4 hat sich als die ideale Lösung für unser Anforderungsprofil erwiesen. Von der Tonnage ist er genau das, was wir haben wollten. Sein Vorgänger kam gewichtstechnisch häufiger an seine Grenzen."

Pascal Zellweger, Oberleutnant der freiwilligen Feuerwehr und Löschzugführer in Sulgen

Bei der Planung des KTLF wurde auch die zunehmende Gefahr durch Hitze und Trockenheit berücksichtigt, weshalb jetzt eine Ausrüstung zur Bekämpfung kleinerer Waldbrände an Bord ist. Sie besteht aus zwei Handlöschgeräten, die wie ein Rucksack getragen werden, Feuerpatschen aus feuerfestem Gewebe zum Ausschlagen von Glutnestern, speziellen, wasserdurchlässigen Schläuchen, die durchfeuchten und so auf heißem Waldboden nicht in Brand geraten, sowie aus Äxten und Rechen.