Update vom 9. Februar 2024: Nun gibt es erste Preise des neuen Skoda Kodiaq. In Deutschland kann das große SUV zunächst in zwei Diesel-Varianten konfiguriert werden: Der 2.0 TDI mit 150 PS und DSG beginnt bei 45.500 Euro, der 193 PS starke Diesel mit DSG und Allrad mindestens 49.700 Euro.

Dafür gibt es die GRundazusstattung "Selection" mit Drei-Zonen-Klimaautomatik, 18-Zoll-Alus und 10-Zoll-Infotainmentdisplay. An Extras mangelt es natürlich nicht, so kostet ein Navi samt 13-Zoll-Tochscreen im Paket mindestens 970 Euro. Einzige Gratisfarbe ist "Energy-Blau", Metalliclacke kosten zwischen 660 und 1.090 Euro Aufpreis.

Bildergalerie: Skoda Kodiaq (2024)

Nach zahlreichen Teasern, Ankündigungen und einer Designstudie gewährt Skoda nun endlich einen vollumfänglichen Blick auf die zweite Generation des Kodiaq. Und auch wenn wir das im Vorfeld vielleicht nicht unbedingt erwartet haben, so hat sich das SUV-Flaggschiff doch ziemlich stark verändert.

Angefangen beim neuen Design, über veränderte Abmessungen, mehr Platz an Bord für Mensch und Gepäck, bis hin zu einem gänzlich neuen Innenraum. Unter der Motorhaube wird die gesamte Antriebspalette aktualisiert sowie eine neue Plug-in-Hybridversion mit 100 km Reichweite im reinen Elektromodus eingeführt. Es gibt aber auch klassische Benziner und Diesel mit Mildhybrid.

Kein Wunder, schließlich ist das tschechische SUV eng mit der Neuauflage des VW Tiguan verwandt. Auch der neue Kodiaq wird im zweiten Quartal 2024 auf den Markt kommen. Bis dahin werden wahrscheinlich auch die derzeit noch unbekannten Preise kommuniziert.

Das Exterieur: Abmessungen und Design

Der Skoda Kodiaq ist in allen Dimensionen gewachsen: So ist er 61 Millimeter länger geworden und nun 4,75 Meter lang. Außerdem ist er 1,84 Meter breit (ohne Spiegel), 1,66 Meter hoch und hat einen auf 2,79 Meter vergrößerten Radstand, was der Geräumigkeit und der Gepäckkapazität zugute kommt.

Skoda Kodiaq (2024)

Das Design hat sich im Vergleich zur Vorgängergeneration ebenfalls stark verändert. An der Front sticht das Skoda-Logo hervor, das hier neu aufgegriffen und in matter Ausführung auf der Haube über dem großen sechseckigen Kühlergrill positioniert ist. Dieser kann auf Wunsch sogar beleuchtet werden. Wie beim vollelektrischen Bruder Enyaq iV.

Darunter befinden sich ein schmaler, von Seite zu Seite verlaufender Lufteinlass und zwei kleine vertikale Lamellen an den Seiten. Alles wurde im Hinblick auf die Aerodynamik (der cW-Wert ist auf 0,28 gesunken) und die Kühlung optimiert. Die Außenspiegel wurden verändert, die vorderen und hinteren Stoßstangen neu gestaltet, die Räder haben ein aerodynamisches Design und es gibt auch einen kleinen Dachspoiler.

Skoda Kodiaq (2024)
Skoda Kodiaq (2024)

Die Scheinwerfer sind geteilt: oben das Abblendlicht, unten das LED-Matrixmodul, das im Vergleich zu früher 50 Prozent mehr Lichtsegmente hat und 15 Prozent mehr Lichtleistung bietet. Letzteres ist ein optionales Extra, es ist nur in der Topversion "Sportline" serienmäßig.

Die Rückleuchten sind ebenfalls in Voll-LED ausgeführt und verfügen über eine animierte Begrüßungsfunktion sowie dynamische Blinker. Das Profil wird durch große Räder mit 17 bis 20 Zoll und die trapezförmigen Radkästen bestimmt.

Der Innenraum: Kofferraum, Platz und Technik

Genau wie die Vorgängergeneration kann auch das neue SUV von Skoda als Siebensitzer konfiguriert werden. Die Passagiere in der dritten Reihe sollen jetzt aber mehr Platz für den Kopf und die Knie haben. Der Gepäckraum ist um 75 Liter auf 910 Liter Gesamtvolumen gewachsen.

Bei umgeklappter zweiter Reihe sind es sogar 2.105 Liter. Bei der siebensitzigen Variante hingegen steigt das Volumen von 340 Litern hinter der dritten Sitzreihe (845 bei Nutzung von nur fünf der sieben Sitze) auf 2.035 Liter. Platz satt.

2024 Skoda Kodiaq Innenraum

Vom Fahrersitz aus fällt der Blick sofort auf den 10-Zoll-Bildschirm hinter dem Lenkrad und das 13-Zoll-Infotainment-System. Das Design des Armaturenbretts ist dabei ein wenig gradliniger und aufgeräumter geworden.

Bedient wird der Kodiaq jetzt fast ausschließlich über das Infotainment. Mit Ausnahme der Klimaanlage, für deren Bedienung etwas Platz in der Mittelkonsole reserviert wurde. Die Einheit besteht aus Tasten und Drehknöpfen mit kleinen Bildschirmen in der Mitte.

Skoda Kodiaq (2024)
Skoda Kodiaq (2024)

Zum ersten Mal bei einem Skoda ist auch der DSG-Wählhebel an der Lenksäule angebracht, wodurch der Platz auf dem Mitteltunnel maximiert wird. (Hier grüßt der neue Tiguan ...) Außerdem gibt es ein neues Head-up-Display und serienmäßig fünf USB-C-Ladebuchsen – drei vorne und zwei hinten. Eine Platte zum Induktionsladen von Smartphones ist ebenfalls an Bord. Alle Systeme sind vernetzt, und für die Sitze und das Armaturenbrett stehen Recycling-Bezugsstoffe zur Auswahl.

Die Antriebe: Benzin, Diesel, Hybrid

Der neue Skoda Kodiaq kommt mit einem vielfältigen Motorenangebot auf den Markt. An der Spitze der Palette steht der Plug-in-Hybrid, der einen 1,5-Liter-Benziner mit einem Elektromotor kombiniert und eine Systemleistung von 204 PS erreicht. Der Antrieb erfolgt in diesem Fall über Vorderradantrieb. Gesteuert wird alles von einem 6-Gang-DSG. Den Angaben zufolge kann der neue Kodiaq über 100 Kilometer im reinen Elektromodus zurücklegen, wobei er sich auf ein On-Board-Ladegerät mit 11 kW AC und 50 kW DC stützt.

Skoda Kodiaq (2024)

Als weitere Motoren stehen zwei Benziner und zwei Diesel zur Verfügung, die alle serienmäßig an ein 7-Gang-DSG gekoppelt sind. Wie schon beim neuen VW Passat und im kommenden Tiguan entfällt die manuelle Schaltung.

Der 150 PS starke Mild-Hybrid-Benziner 1.5 TSI ist der erste in der Modellreihe, der mit einem 48-Volt-Riemenstarter und einer 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet ist. Bei den beiden Dieselvarianten handelt es sich jeweils um den 2.0 TDI, der mit 150 oder 193 PS punkten kann. Wobei die stärkere Version mit Allradantrieb kombiniert werden kann.

Sehr interessant ist die Abstimmung mit elektronisch geregelten Stoßdämpfern, die auf das neue System DCCPlus Dynamic Chassis Control mit Doppelventilen setzen, das wir bereits bei einem Vorserien-Test erleben durften. Auch bei der Ausstattung fehlt es nicht an allen aktuellen Fahrerassistenzsystemen.