Der Nachfolger des schon ziemlich potenten McLaren 720S ist endlich da. Er heißt 750S und verbessert und verfeinert viele Aspekte seines Vorgängers, wobei etwa 30 Prozent der Komponenten des Supersportwagens neu oder verändert sind. Der Hersteller enthüllte sowohl die Coupé- als auch die Spider-Version mit Hardtop.

Der neue McLaren verbirgt unter seinem vertraut wirkenden Äußeren einen 4,0-Liter-V8-Motor mit Biturbo-Aufladung. Der leistet 750 PS und entwickelt ein Drehmoment von 800 Nm. Das ist mehr als einst der McLaren P1. Ein aktualisiertes sequenzielles Siebengang-Getriebe mit kürzerer Endübersetzung überträgt die Kraft auf die Hinterräder. Das 750S Coupé und der Spider erreichen Tempo 100 aus dem Stand in nur 2,8 Sekunden. Das Cabrio ist jedoch 0,1 Sekunden langsamer auf 200 km/h – 7,2 zu 7,3 Sekunden.

Bildergalerie: McLaren 750S (2023)

Das neue Modell hat eine um 6 Millimeter breitere vordere Spur und eine neue Aufhängungsgeometrie. Es ist mit McLarens neuer Generation der Proactive Chassis Control III ausgestattet, deren Federn vorne 3 Prozent weicher und hinten 4 Prozent straffer sind. Der britische Hersteller hat auch sein Fahrzeugliftsystem verbessert, das die Front des Wagens in 4 Sekunden anhebt. Der 720S brauchte dafür noch quälend lange 10 Sekunden.

Der neue 750S weist ein vertrautes Design und trotzdem ein neues Styling auf. An der Front kanalisiert ein neuer Stoßfänger die Luft in die neu gestalteten und schmaleren Augenhöhlen, die die LED-Beleuchtung und einen Weg zu den Kühlern beherbergen. Ein neuer, verlängerter Frontsplitter sorgt in Verbindung mit dem um 20 Prozent vergrößerten aktiven Heckflügel für aerodynamische Ausgewogenheit.

Das Heck des Coupés und des Cabriolets endet in einer vom P1 inspirierten Auspuffanlage mit Mittelauslass, für die die Designer den aktiven Heckflügel 2 Zentimeter höher positionierten. McLaren stattet den 750S außerdem mit größeren Lufteinlässen vor den Hinterrädern, einem neuen hinteren Stoßfänger, einem neuen Kühlergrill und einem neuen Heckdeckel aus.

Der Innenraum ist serienmäßig mit Alcantara ausgestattet, wobei zwei weitere Ausstattungsvarianten erhältlich sind: TechLux und Performance. Bei der ersten wird im gesamten Innenraum Nappaleder verwendet, während bei der Performance-Version Leder und Alcantara kombiniert werden. McLaren verändert den Innenraum außerdem mit einer neuen dunklen Metalloberfläche und einer anpassbaren Ambientebeleuchtung.

McLaren 750S (2023)

Das Cockpit erhält neue Anzeigen, wobei das Kombiinstrument in ein an der Lenksäule befestigtes Armaturenbrett wandert. Der neue McLaren Control Launcher ermöglicht es, die bevorzugten Einstellungen für Aerodynamik, Handling, Antriebsstrang und Getriebe mit einem einzigen Tastendruck zu speichern. Apple CarPlay ist Standard.

McLaren hat auch daran gearbeitet, das Gewicht des Wagens im Vergleich zu seinem Vorgänger zu reduzieren. Die mit Carbon ummantelten Rennsitze sind 17,5 kg leichter als die Standardsitze im 720S. Das Unternehmen verbaut auch die leichtesten Räder, die jemals an einem Serienmodell montiert wurden – geschmiedete Leichtmetallfelgen mit 10 Speichen, die weitere 13,8 kg einsparen. All diese Gewichtseinsparungen führen dazu, dass das 750S Coupé 30 kg weniger wiegt als der 720S und insgesamt nur 1.389 kg auf die Waage bringt.

McLaren 750S (2023)
McLaren 750S (2023)

Der 750S wird mit einer Reihe von Optionen in den Verkauf gehen. Ein Bremsen-Upgrade für die Rennstrecke, das dem System des Senna nachempfunden ist, umfasst größere Keramikscheiben, Monoblock-Bremssättel, einen neuen Bremskraftverstärker und eine neue Vakuumpumpe sowie eine von der Formel 1 inspirierte Bremssattelkühlung. Kunden können auch superleichte Rennsitze aus Kohlefaser, Pirelli P Zero Corsa- oder Trofeo R-Reifen und ein verbessertes Bowers & Wilkins-Soundsystem erhalten.