Rallye-taugliche Porsche 911 Safari-Umbauten sind nicht gerade häufig, aber wenn Sie einen wollen, können Sie in der Regel einen finden. Oder einen anfertigen lassen. Das Auto, das Sie hier sehen, ist jedoch kein nachträglicher Umbau. Es ist der neue Porsche 911 Dakar, der mit einer Höherlegung und Geländereifen ab Werk so ausgestattet ist. Und er wird selten sein, denn es sind nur 2.500 Exemplare geplant.

Sicherlich haben Sie schon die zahlreichen Erlkönigaufnahmen und Teaser gesehen. Die Mission dieses 911 ist es, die weniger befahrenen Straßen zu bezwingen und um das erfolgreich zu tun, braucht man Bodenfreiheit. Der 911 Dakar fährt deshalb auf einem neu kalibrierten Fahrwerk, das den Wagen 50 Millimeter anhebt.

Mit einem speziellen Lift-System lassen sich weitere 30 Millimeter hinzugewinnen. 80 Millimeter kommen also maximal hinzu und damit liegt dieser Porsche 911 auf SUV-Niveau. Der zusätzliche Lift steht allerdings nur bis 170 km/h zur Verfügung. Will man also den Topspeed von 240 km/h erreichen, senkt sich das Fahrzeug vorher wieder ab.

Porsche 911 Dakar (2023)
Porsche 911 Dakar (2023)
Porsche 911 Dakar (2023)

Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch begrenzt, um die speziell entwickelten Pirelli Scorpion-Geländereifen zu schonen. Es handelt sich um 19-Zoll-Reifen der Größe 245/45 vorne und 20-Zoll-Reifen der Größe 295/40 hinten. Sie sind mit 9-Millimeter-Profil und verstärkten Seitenwänden für den Einsatz im Gelände konzipiert, haben aber dennoch die Z-Klassifizierung und sind auch auf befestigten Straßen einsetzbar. Für Menschen, die etwas Spezielleres suchen, sind Hochleistungs-Sommerreifen oder Winterreifen optional erhältlich.

Porsche 911 Dakar (2023)
Porsche 911 Dakar (2023)

Befeuert wird der 1.605 kg schwere 911 Dakar von einem 3,0-Liter-Boxermotor mit Biturboaufladung, 480 PS und 570 Nm. Die Leistung des Sechszylinders wird über das PDK-Getriebe mit acht Gängen auf alle vier Räder übertragen und mit Hilfe der Launch Control erreicht er in 3,4 Sekunden die 100 km/h-Marke. Apropos: Porsche spendiert dem 911 Dakar zwei neue Fahrmodi – Off-Road und Rallye. Off-Road ist, wie man sich denken kann, für unwegsames Gelände gedacht und schaltet automatisch die höhere Fahrstufe ein. Rallye ist für lockeren Untergrund entwickelt und schickt mehr Kraft an die Hinterräder, um schnelleres Fahren zu ermöglichen.

Ob auf der Straße oder im Gelände, die serienmäßige Porsche Dynamic Chassis Control und die Hinterachslenkung sorgen laut Hersteller dafür, dass der 911 Dakar auf der Straße bleibt. Die vom 911 GT3 übernommene Motoraufhängung verbessert die Bodenhaftung zusätzlich und eine spezielle Rallye Launch Control erlaubt ein leichtes Durchdrehen der Räder für optimale Beschleunigung auf losem Untergrund. Ein fester Spoiler macht hinten Eindruck, während vorne eine CFK-Haube aus dem GT3 zum Einsatz kommt.

Für diejenigen, die eine andere Art von Offroad-Abenteuer suchen, ist der 911 Dakar mit einem Dachzelt und einem Dachkorb erhältlich. Beides ergänzt Karosserie-Upgrades wie verbreiterte Kotflügel, Edelstahl-Designmerkmale und rote Aluminium-Bergungshaken, um dem Dakar einen echten Offroad-Auftritt zu verleihen.

Ein optionales Rallye-Design-Paket verstärkt den gewünschten Charakter durch eine zweifarbige Lackierung und eine Startnummer auf der Seite zwischen 1 und 999. 911 Dakar-Käufer haben außerdem die Möglichkeit, exklusiv eine Uhr im Porsche Design Dakar-Design zu erwerben.

Porsche 911 Dakar (2023)

Der werksseitige Off-Road-Spaß mit einem Porsche 911 ist nicht billig. Der Preis für das limitierte Modell beginnt bei 222.020 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Bestellt werden kann ab sofort und wenn Sie dann noch Geld übrig haben sollten ... das Rallye Design-Paket kostet noch einmal 26.061 Euro Aufpreis.

Bildergalerie: Porsche 911 Dakar (2023)

Quelle: Porsche