Während BMW in Sachen Design immer gewagter agiert, geht Mercedes weiterhin auf Nummer Sicher. Neuestes Beispiel: Die nächsten Generation des GLC. Er sieht ziemlich exakt so aus, wie wir ihn uns nach den ersten Bildern der aktuellen C-Klasse (W206) vorgestellt haben. Das soll bitte nicht falsch verstanden werden: "Vorhersehbar" heißt nicht automatisch langweilig. Aber warum soll man groß herumexperimentieren, wenn es optisch einfach passt?

Unsere Erlkönigjäger haben nun einen Prototypen bei finalen Tests erwischt. Er ist kaum noch getarnt und sieht aus als wäre er mehr als bereits für den Produktionsstart. Selbst das Panorama-Dach ist schon am Start. Was man vermutlich erst auf den zweiten Blick erkennt, ist die Hinterradlenkung des BMW-X3-Konkurrenten. Hier wird ein maximaler Einschlagwinkel von 4,5 Grad erwartet. 

Ebenfalls nicht sofort zu sehen: Der neue GLC legt gegenüber seinem Vorgänger in den Ausmaßen zu. Ein Vöglein hat uns gezwitschert, dass die Länge auf 4,72 Meter anwachsen soll. Der Radstand vergrößert sich um 15 Millimeter. Der größere Fußabdruck sorgt unter anderem für 50 Liter mehr Kofferraumvolumen. Selbiges liegt nun bei 600 Liter. 

Während bei der C-Klasse ausschließlich Vierzylinder-Motoren zum Einsatz kommen, wird der nächste GLC offenbar auch mit einem Sechszylinder-Diesel kommen. Alle anderen Maschinen übernimmt das SUV von seinen flacheren Geschwistern. Das beinhaltet auch den hier längs eingebauten M139-Vierpötter aus dem AMG A 45. Kürzlich wurde er im C 43 mit elektrischem Turbo und 408 PS vorgestellt. Der M139 dürfte auch als Basis für den kommenden C 63 und GLC 63 dienen. 

Daneben dürfte es gleich drei Plug-in-Hybride geben. Einer davon wird im 300 de einen Diesel mit einem E-Motor kombinieren.   

Wenn man den jüngsten Berichten glauben darf, wird Mercedes die zweite GLC-Generation am 1. Juni vorstellen. Marktstart in Europa soll dann im September sein. Die sportlicheren Varianten aus Affalterbach dürften im Laufe des Jahres 2023 aufschlagen. 

Die rein elektrische Variante, vermutlich namens EQC SUV, wird sehr wahrscheinlich nicht auf der gleichen Plattform wie der GLC stehen, so wie es noch beim Vorgänger EQC der Fall war. Mercedes hat ja bereits eine elektrische C-Klasse Limousine auf einer speziellen EV-Plattform angekündigt. Da würde es nur Sinn machen, wenn es beim SUV-Bruder ähnlich läuft. Er würde das Crossover-Portfolio um EQS SUV, EQE SUV und die 2024 erscheinende elektrische G-Klasse komplettieren. 

Bildergalerie: Mercedes GLC 2022 Erlkönigbilder mit minimaler Tarnung