Ein neues Level der Handwerkskunst

Völlige Opulenz und präziseste Ingenieurskunst - Bugatti repräsentiert in dieser Hinsicht wirklich das beste aus zwei Welten. Das aktuelle Lineup der Franzosen bietet sicher mit das Beeindruckendste, was derzeit in puncto Motorenbau möglich ist. Die moderne Hypercar-Reise von Bugatti startete jedoch schon Anfang der 1990er mit dem EB110

Gut 26 Jahre nach dessen Ende setzen die Molsheimer dem epischen Gefährt mit dem streng limitierten Centodieci ein Denkmal. Aber wir müssen fast ein wenig verschämt zugeben: Dieses Modell aus Holz fasziniert uns beinahe mehr als das Original.

Der echte Centodieci zitiert diverse Design-Merkmale seines grandiosen Urahns. So etwa die Scheinwerfer oder den wesentlich kleineren Hufeisengrill. Anders als das Original verfügt er aber natürlich nicht über einen Quadturbo-V12, sondern über einen 16-Zylinder mit gleicher Anzahl an Ladern. Anders als alle anderen Chiron (auf dem er basiert), leistet er 1.600 PS, also nochmal 100 PS mehr. Von 0 auf 100 km/h spurtet der Centodieci in 2,4 Sekunden, auf 200 km/h in 6,1 Sekunden und auf 300 km/h in 13,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 380 km/h elektronisch begrenzt. 

Diese Daten machen kurz sprachlos und ganz ähnlich erging es uns auch beim Betrachten dieses Videos. Die atemberaubend talentierten Handwerker von ND-Woodworking aus Vietnam haben Vollgas gegeben um diese unfassbar detaillierte Replika des knapp 10 Millionen Euro teuren Autos herzustellen. Ein Großteil der Arbeiten wurde per Kettensäge und Meißel ausgeführt.

Abgesehen vom Detailreichtum der Arbeit punktet das Modell auch mit funktionierenden Scheinwerfern, Rückleuchten und angetriebenen sowie lenkbaren Rädern. Das Holzgestühl könnte auf Dauer etwas hart werden, aber das Endresultat ist schon ziemlich unschlagbar. 

Sollten Sie der Meinung sein, dass es sich hier um das ultimative Spielzeug für Kinder handelt, werden Sie erfreut sein, dass Kinder am Ende des Videos tatsächlich im fertigen Produkt fahren. Während das große Vorbild wie gesagt bei gut acht Millionen Euro vor Steuern liegt (was Cristiano Ronaldo nicht davon abhielt, zuzuschlagen), zahlten die Besitzer der Holz-Variante ihren Preis mit 40 Stunden harter Arbeit.