Wie es scheint, haben die Briten ihre Meinung zu einem Defender Truck geändert

Seit Jahren äußert sich Land Rover betont skeptisch, was eine Pickup-Version des modernen Defender betrifft. Nun aber sieht es so aus, als würde das Thema rasant an Fahrt gewinnen. Nick Collins, Executive Director of Vehicle Programms bei Jaguar Land Rover, sagte, dass "es Kundennachfrage gibt" und dass "es keine strukturellen Limitierungen gebe", einen Truck zu bauen. Das berichtet Autocar.

"Wir haben immer gesagt, dass aus dem Defender eine Familie werden würde", ergänzte Collins und er empfahl "dran zu bleiben", was die Zukunft des Trucks betrifft.

Während es vor dem Launch des neuen Defender durchaus Gerüchte über eine mögliche Pickup-Variante gab, schien es zwischenzeitlich, als habe das Unternehmen die Pläne verworfen. Eine unbekannte Quelle hatte argumentiert: "Warum würde man einen Pickup mit Doppelkabine kaufen wollen, wenn man sieht, was man alles ins Heck dieses Autos bekommt - das hier ist doch schon ein Pickup, aber mit einem Dach."

Land Rover hatte bereits klargemacht, dass es keine strukturellen Probleme mit der D7x-Plattform des Defender geben würde. Die Briten sahen einfach keinen Business Case für einen Pickup.

Traditionell sitzen Pickups auf einem Leiterrahmen, der Defender aber hat eine selbsttragende Karosserie. In den Staaten beweist etwa der Honda Ridgeline, dass man auch damit einen fähigen Truck auf die Räder stellen kann. Und die kommenden Modelle Ford Maverick und Hyundai Santa Cruz zeigen, dass Autohersteller immer mehr gewillt sind, auf ein derartiges Layout zu setzen. 

Der mögliche Defender Pickup dürfte über die gleichen Aggregate verfügen wie das normale Modell. Und da gibt es jede Menge Auswahl. Abhängig vom Markt gibt es einen Plug-in-Hybrid, einen 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Mildhybrid, einen 2,0-Liter-Vierzylinder oder einen Sechszylinder-Diesel. Zudem befindet sich eine Variante mit V8-Motor in der Entwicklung.

Bildergalerie: Land Rover Defender Pickup by Kahn Design