Für die 0,0001 Prozent, die den X7 ins Gelände bringen, hat der Tuner das Fahrwerk angehoben und Geländereifen montiert

BMW-Kunden kaufen SUVs nicht wegen ihrer Geländetauglichkeit. Sie entscheiden sich typischerweise für ein X-Modell, weil es Luxus und Komfort mit Praktikabilität und Technologie verbindet. Aber was wäre, wenn BMW ein seriöses, überall einsetzbares SUV in seinem ständig wachsenden Portfolio hätte?

Die Tuner von Manhart haben eine Idee, denn sie haben am X7 in der Top-Ausstattung M50i gearbeitet, um ihm etwas offroadiger zu machen. Trotzdem mutiert er natürlich nicht zum Rivalen für den Mercedes-AMG G 63. Sein offizieller Name: Manhart MHX7 650 Dirt Edition 2.

Die Arbeiten begannen an der Luftfederung des Fullsize-SUVs, um die Bodenfreiheit um etwa 40 Millimeter zu erhöhen. Diese Maßnahme dient nicht nur dazu, dem X7 einen kräftigeren Auftritt zu verleihen, sondern auch, um Platz für die maßgeschneiderten 20-Zoll-Räder "Black Rhino" mit Beadlock-Design von Manhart zu schaffen. Es wurde grobstollige Maxxis Bighorn MT-764-Bereifung in 305/50R20 aufgezogen. So gerüstet wühlt sich der Wagen auch problemlos durch sehr steiniges oder schlammiges Gelände – ein Terrain, welches wohl die wenigsten X7 jemals zu sehen bekommen werden. 

BMW X7 Dirt Edition von Manhart

Mit diesen beiden Upgrades, so der Tuner, kann BMWs Top-SUV problemlos durch sehr steiniges oder schlammiges Terrain navigieren. Allerdings räumt selbst Manhart ein, dass die wenigsten X7-Besitzer ihren Luxus-Boliden abseits ausgetretener Pfade bewegen, da das sehr große Premium-SUV nur höchstselten den Asphalt verlässt. Nichtsdestotrotz ist es eine raffinierte Methode, um das bayerische X-Topmodell etwas schicker aussehen zu lassen.

Der Clou ist eine Vollfolierung der Karosserie, die aus mattschwarzen, gebürsteten Oberflächen besteht und einen gepanzerten Look vortäuscht. Sogar Nieten ragen aus der Karosserie heraus, um dem ungeübten Auge vorzugaukeln, dass der SUV tatsächlich gepanzert ist. Wer aber einen echten BMW X mit einer gepanzerten Karosserie ab Werk haben möchte, sollte sich das Sondermodell X5 Protection VR6 anschauen.

Manhart hat auch einige Zeit damit verbracht, den Motor zu modifizieren, um 650 PS und 920 Newtonmeter Drehmoment aus dem 4,4-Liter-Biturbo-V8 herauszukitzeln, der in der Standardausführung 530 PS und 750 Nm leistet. Möglich machen es die Installation einer den Staudruck reduzierenden HJS-Downpipe, eines Edelstahl-Endschalldämpfers mit Klappensteuerung sowie Softwareoptimierungen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Wuppertaler Veredler einem SUV von BMW den "Dirt"-Look verpasst, denn auch die Vorgängergeneration des X6 erhielt eine robuste Optik, die sogar einen Schnorchel beinhaltete. Auch der erste X6 erhielt zur Essen Motor Show 2012 eine Dirt Edition.

Bildergalerie: BMW X7 Dirt Edition von Manhart