SUV auf e-TNGA-Basis in wenigen Monaten als Studie

Einige Grundzüge von Toyotas neuer Elektro-Plattform e-TNGA (electrified Toyota New Global Platform) wurden nun beim Kenshiki Forum in Brüssel vorgestellt. Diese ist so flexibel, dass Länge, Radstand und Höhe der darauf basierenden Fahrzeuge variieren können. Auch sind Front-, Hinterrad- und Allradantrieb möglich, bei verschiedenen Batteriegrößen und Leistungen.

Andere Bereiche, nämlich der um den vorderen E-Motors, die hintersten zwei von fünf Batteriesegmenten sowie der hintere E-Motors sind bei jedem Modell gleich:

Toyotas e-TNGA-Plattform

Automotive News hat bei einem Interview mit einem Toyota-Offiziellen erfahren, dass die Batterien zwischen 50 und 100 kWh haben werden. Das soll für Reichweiten von etwa 300 bis 600 Kilometer genügen. Die ein bis zwei Elektromotoren sollen 80 bis 150 kW besitzen. Bei den Allradmodellen dürfte dann jeweils die doppelte Leistung resultieren, im stärksten Modell also 300 kW oder rund 400 PS.

[09:31] Adrian Padeanu embed code for the toyota electric suv teaser:

In wenigen Monaten will Toyota die Studie des ersten Autos auf Basis von e-TNGA vorstellen. Das neue Modell ist das gemeinsam mit Subaru entwickelte Elektro-SUV, das etwa die Größe des RAV4 haben soll - also etwa 4,60 Meter Länge. Bis jetzt zeigt Toyota lediglich eine stilisierte Silhouette des Modells, auch der Name wurde noch nicht verraten.

Produziert wird das Elektro-SUV in einer speziellen Elektroauto-Fabrik (der ZEV Factory) in Japan. Und das Elektro-SUV soll nicht das einige e-TNGA-Modell bleiben: Durch die Standardisierung kann die Entwicklung einzelner Varianten parallel ablaufen - es könnten also Autos in schneller Folge auf den Markt kommen. Insgesamt arbeitet Toyota derzeit an sechs Modellen, so der stellvertretende Leiter der ZEV Factory, Koji Toyoshima: 

Auch an der Feststoffbatterie arbeitet Toyota. Das erste Serienauto mit den neuen Batterien soll bereits vor 2025 auf den Markt kommen. Zu den Vorteilen gehört laut Toyota, dass sich die Akkus deutlich schneller laden lassen als derzeitige Elektroautos.

Zunächst aber setzt Toyota weiter auf seine Hybridfahrzeuge. So kommt 2021 der Yaris Cross Hybrid und der Highlander Hybrid auf den Markt. Kürzlich startete auch die neue Plug-in-Hybrid-Version des RAV4.

Einen weiteren Schwerpunkt legt Toyota auf Wasserstoff-Autos wie den neuen Mirai. Der Mirai, der eine Reichweite auf dem Niveau des Tesla Model S bietet, sei deutlich günstiger und lasse sich schneller wieder volltanken - in fünf Minuten, während ein Elektroauto am Supercharger mindestens eine Stunde brauche.

In Zukunft will Toyota die Mirai-Technik auf andere Bereiche übertragen, wie es der Bus Sora in Japan vormacht. Gabelstapler, Züge und Schiffe ließen sich ebenfalls mit dieser Technik antreiben, und Brennstoffzellen könnten auch für die stationäre Energieerzeugung bei großen Events oder in Notsituationen eingesetzt werden, so der Hersteller. Wasserstoff könne auch in der Stahlproduktion eine Rolle spielen.

Um die europäischen Wasserstoff-Aktivitäten zu bündeln und den Business Case in Europa zu stärken, haben die Japaner nun eine Fuel Cell Business Group in der europäischen Toyota-Zentrale in Brüssel installiert.

 

Bildergalerie: Toyota e-TNGA