Er bleibt aber zugleich Bugatti-Boss

Stephan Winkelmann wird zum 1. Dezember Präsident der Automobili Lamborghini S.p.A. Der Präsident von Bugatti behält seine aktuelle Funktion bei und wird künftig beide Luxusmarken steuern. Bei Lamborghini folgt er auf Stefano Domenicali, der ab 2021 eine neue Herausforderung übernimmt: Er wechselt in die Formel 1 und wird Chef der Rennserie.

"Stephan Winkelmann hat die Geschichte von Lamborghini entscheidend geprägt", sagt Markus Duesmann, Vorstandsvorsitzender von Audi. "Er steht für die Marke Lamborghini wie kein anderer und ist genau der Richtige, um diese einzigartige Marke in eine erfolgreiche Zukunft zu führen."

Der deutsch-italienische Manager Winkelmann kennt die Marke wie seine Westentasche. Er stand über elf Jahre an der Spitze von Lamborghini und hatte in den Jahren von 2005 bis 2016 die Weichen für den Aufstieg der Marke zu einem der weltweit führenden Hersteller von Supersportwagen gestellt.

Winkelmann selbst wird mit den Worten zitiert: "Ich danke für das Vertrauen in meine Arbeit und danke gleichzeitig meinem Team für die bisherige und künftige Unterstützung. Auf die neuen Aufgaben freue ich mich sehr."

"In den vergangenen Jahren hatte ich das Privileg, beide Unternehmen einzeln führen zu dürfen, jetzt nun zusammen. Eine Herzensangelegenheit. Bugatti steht für die besten, stärksten, elegantesten und luxuriösesten Hypersportwagen der Welt. Lamborghini baut die exklusivsten Supersportwagen mit herausragendem Design. Unsere Kreativität ist bei beiden Unternehmen noch lange nicht erschöpft.", so Winkelmann weiter.

Stefano Domenicali hatte im März 2016 die Leitung des Sportwagenherstellers von Winkelmann übernommen. Unter Domenicali gelang es dem Unternehmen, den Wachstumskurs fortzusetzen und den weltweiten Absatz seit 2016 zu verdoppeln. Auch dank des Super-SUV Urus erzielte Lamborghini im vergangenen Jahr mit 8.205 Auslieferungen ein weiteres Rekordjahr.

Stephan Winkelmann wurde 1964 in Berlin geboren und wuchs in Rom auf. Nach seinem Abitur an der Deutschen Schule in Rom studierte er dort sowie auch in München Politikwissenschaften. Bevor Winkelmann 2005 die Führung von Lamborghini übernahm, war er in verschiedenen Funktionen bei Fiat tätig, unter anderem als Vorstandsvorsitzender von Fiat Auto Österreich, Schweiz und Deutschland.

Im März 2016 wechselte Winkelmann von Lamborghini zur quattro GmbH (heute Audi Sport GmbH), die er zwei Jahre lang als Geschäftsführer leitete. Seit dem 1. Januar 2018 ist Winkelmann Präsident von Bugatti, eine Rolle, die er ab dem 1. Dezember in genannter Doppelfunktion auch weiterhin ausüben wird.