Keine großen Überraschungen (außer, dass dieses verrückte Gefährt tatsächlich gebaut wird)

Um ehrlich zu sein können wir uns noch immer nicht so recht vorstellen, wer ein kompakt-nutztieriges Siebensitzer-SUV mit um die 400 PS kaufen soll, vor allem, weil es ja bereits einen GLB 35 mit 306 PS und Allradantrieb gibt. Aber Mercedes-AMG scheint mit seinem irren GLB 45 wirklich ernst zu machen. 

Erstmals sahen wir einen Erlkönig mit vier Endrohren im Mai 2019. Dann schien das Thema ein wenig in einer Sackgasse zu stecken. Nun aber sind neue Patentzeichnungen aufgetaucht, die wenig Spielraum für Interpretationen lassen. 

Aufgestöbert haben sie die Kollegen von Automobile und zwar auf der Webseite des United States Patent and Trademark Office (USPTO). Offizieller geht es also gar nicht. 

Abgesehen von den angesprochenen vier Auspuffendrohren ist der GLB 45 quasi ein Abbild seines kleinen Bruders mit der 35 auf dem Heckdeckel. Die Lufteinlässe in der Frontschürze sehen ein klein wenig anders aus, aber um das zu erkennen, müssen Sie schon ein echter AMG-Enthusiast sein. Dass die Affalterbacher beschlossen haben, auch dem 35er den aggressiveren Panamericana-Grill mit den vertikalen Streben zu verpassen, macht die Unterscheidung noch schwieriger. 

Der größte Unterschied zwischen den beiden Modellen besteht natürlich in der Leistung. Der GLB 35 holt 306 PS und 400 Nm aus seiner Zweiliter-Maschine. Der GLB 45 mit seinem M139-Ausnahme-Vierzylinder wird auf mindestens 387 PS und 480 Nm kommen. Ob es wie bei A 45, CLA 45 und GLA 45 auch eine potentere "S"-Variante mit 421 PS und 500 Nm geben wird, bleibt abzuwarten. 

Ein offizielles Statement zur Vorstellung oder dem Markstart gibt es noch nicht. Wir gehen davon aus, dass der GLB 45 in den kommenden Wochen oder Monaten debütieren wird. Preislich dürfte sich das Auto in etwa am GLA 45 orientieren, der bei 62.773 Euro startet.

Bildergalerie: Mercedes-AMG GLB 45 Patent