2021 soll das Elektro-SUV in Serie gehen

Mit einem Elektro-Trio macht BMW Druck in Sachen Elektroautos: Zunächst kommt der iX3, danach der i4 und schließlich als Sahnehäubchen der iNext. Jetzt gibt es neue Bilder aus Südafrika. Auf dem Weg zur Serienreife absolviert der BMW iNext dort ein weiteres Kapitel seiner Gesamtfahrzeugerprobung unter besonders anspruchsvollen Bedingungen.

Nach den intensiven Testläufen in klirrender Kälte am Polarkreis folgt nun das Kontrastprogramm in der Kalahari im südlichen Afrika, wo neben extremer Hitze und Sonneneinstrahlung auch die permanente Staubentwicklung und das unbefestigte Terrain von Sand-, Schotter- und Geröllpisten das künftige Technologie-Flaggschiff von BMW vor außergewöhnliche Herausforderungen stellt.

Was lässt sich mit Blick auf den gezeigten Prototypen zur Optik sagen? Nun, aufgrund von üppiger Tarnung nur so viel: Größentechnisch liegt der iNext offenbar auf dem Niveau des X5, auch beim Design scheint es ein paar Parallelen zu geben.

Die sogenannte Heißlanderprobung ist Bestandteil eines ebenso umfangreichen wie vielfältigen Entwicklungs- und Testprogramms im Rahmen der Serienentwicklung. Dabei werden die Prototypen des BMW iNext praktisch im Zeitraffer den Belastungen eines kompletten Fahrzeuglebens ausgesetzt.

Für die Entwicklungsingenieure bieten die Erprobungsfahrten durch die Wüsten- und Savannenregion im Nordwesten Südafrikas ideale Möglichkeiten, die Antriebs- und Fahrwerkskomponenten unter extremen Bedingungen zu testen und aufeinander abzustimmen. Der zwischen Sanddünen, Schotterstrecken und Offroad-Passagen wechselnde Untergrund stellt dabei auch den intelligenten Allradantrieb des BMW iNext auf eine besonders anspruchsvolle Probe.

BMW iNext testet in Südafrika

Bei Temperaturen, die jeden Mobiltelefon-Akku dazu bewegen, sich in Windeseile zu entladen, muss sich das integrierte Kühlkonzept für die Hochvoltbatterie, den Elektromotor und die Leistungselektronik bewähren. Auch die mit Wärmepumpen-Technologie arbeitende Klimatisierung des Innenraums, ihre Steuerung sowie alle weiteren Bestandteile der Bordelektronik werden den Strapazen des Wüstenklimas ausgesetzt, um den Beweis für ihre Serienreife anzutreten.

Bei umfangreichen Hitzetests wird das Fahrzeug immer wieder über Stunden von der Sonne aufgeheizt und anschließend abgekühlt. So prüfen die Entwickler nicht nur die Funktionsfähigkeit der elektrischen Systeme, sondern auch die Temperaturbeständigkeit der im Innenraum eingesetzten Materialien. Denn auch bei plötzlich und stark schwankenden Temperaturen wird von den Testingenieuren kein Knarzen oder Knacken akzeptiert.

BMW iNext testet in Südafrika

Ideale Bedingungen bietet die Kalahari zudem für die Erprobung der Staubdichtigkeit von Klappen, Türen und Hauben. Bei Fahrten über Tausende von Kilometern auf unbefestigten Straßen, durch Dünenlandschaften und im sandigen Buschland darf der BMW iNext zwar jede Menge Staub aufwirbeln, aber nichts davon ins Innere lassen.

Wie jedes neue BMW-Modell führt auch ihn der Weg zur Serienreife auf das Erprobungsgelände des Konzerns im südfranzösischen Miramas, über die Nürburgring-Nordschleife und anderen Rennstrecken, ins Wintertestzentrum im schwedischen Arjeplog sowie in Wüstenregionen mit besonders großer Hitze und Trockenheit.

Die Produktion der Serienausführung des iNext beginnt im Jahr 2021 im BMW-Werk Dingolfing. Mit Elektro-Technologie der fünften Generation soll das SAV (so sagt es BMW) neue Maßstäbe für Sportlichkeit, Effizienz und Reichweite in einem batterieelektrischen Automobil setzen. Seine Fahrwerksregel- und Fahrerassistenzsysteme ebnen den Weg zu einer weiteren Stufe des automatisierten Fahrens.

Bildergalerie: BMW iNext testet in Südafrika