Hersteller bezeichnet den Antrieb als Mildhybrid

Subaru elektrifiziert den XV. Das Kompakt-SUV wird nun auch als 2.0ie mit dem neuen "e-Boxer"-System. Von Subaru selbst wird es als Mildhybrid-System bezeichnet, doch kann das Auto damit auch kürzere Strecken rein elektrisch zurücklegen, ähnlich wie bei einem Vollhybrid-Antrieb, wie ihn zum Beispiel auch der Toyota Prius bietet.

Bisher gab es den XV als 1.6i mit 114 PS und als 2.0i mit 156 PS. Als "Modell 2019" steht die schwächere Version noch in der Preisliste, das dürfte sich aber bald ändern. Der 2.0i wird nun durch den 2.0ie ersetzt. Die Leistung bleibt unverändert. Sie kommt aber anders zustande: Beim neuen Antrieb wird der 2,0-Liter-Boxer-Benziner durch einen Elektromotor unterstützt.

Subaru e-Boxer-Hybridantrieb
e-Boxer-Antrieb: Die Batterie sitzt über der Hinterachse

Der Verbrenner leistet im 2.0ie nur 150 statt 156 PS. Dazu kommt die 12,3 kW (16,7 PS) starke E-Maschine. Die Leistung, die die Lithium-Ionen-Batterie abgeben kann, ist mit 13,5 kW sogar etwas größer. Der Akku arbeitet mit einer Spannung von 118 Volt, die Speicherkapazität wird nicht mitgeteilt. Als Getriebe wird wie gehabt die stufenlose Automatik (Lineartronic) eingesetzt, dazu kommt der Subaru-typische permanente Allradantrieb.

Beim Losfahren übernimmt zunächst der Elektromotor den Antrieb. Er beschleunigt den XV auf bis zu 40 km/h, die elektrische Reichweite beträgt 1,6 Kilometer. Eine ähnliche elektrische Reichweite bietet auch der Toyota Prius mit seinem Vollhybrid-Antrieb. Bei mittlerem Tempo schaltet sich dann der Boxer hinzu, bei höheren Geschwindigkeiten sorgt dieser allein für Vortrieb. Demnach handelt es sich um einen Parallelhybrid. Ist der Boxer aktiv, wird nebenbei auch die Hybridbatterie aufgeladen. Der Ladezustand wird außerdem durch Rekuperation erhöht.

Der Hauptgrund für den Einsatz des Hybridsystems dürften die niedrigeren CO2-Emissionen sein. Diese sinken allerdings nur um vier Prozent, von 155 auf 149 Gramm pro Kilometer. Parallel verringert sich der Spritverbrauch im NEFZ-Zyklus von 6,9 auf 6,5 Liter. Im städtischen Stop-and-go-Verkehr soll der Verbrauch um bis zu elf Prozent sinken. Auch der Normsprint gelingt etwas schneller (10,4 statt 10,7 Sekunden). 

Auch das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich soll hoch sein. Um das nachzuvollziehen, müsste man die Drehmomentkurven vergleichen. Am Maximaldrehmoment lässt sich der Fortschritt nicht festmachen, denn das sank sogar ein klein wenig, nämlich von 196 auf 194 Nm, beides bei 4.000 U/min.

Subaru XV (2020)
Der E-Motor (in Grün) sitzt auf der Allrad-Welle

Ansonsten bleibt der Subaru XV im Modelljahr 2020 weitgehend unverändert. Das bereits in zweiter Modellgeneration gebaute Kompakt-SUV basiert auf der Subaru Global Platform.

Besonders stolz ist Subaru auf die zeitgemäße Ausstattung mit modernen Elektroniksystemen. So bietet der XV eine Smartphone-Anbindung über Apple CarPlay oder Android Auto. Außerdem gibt es einen bis zu 8,0 Zoll großen Touchscreen. Das Eyesight-System sowie der radargestützte Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehrsassistent helfen, Unfälle zu vermeiden. 

Subaru XV (2020)

Laut Pressemitteilung sind das Platzangebot im Innenraum und das Kofferraumvolumen konstant geblieben. Das bedarf allerdings der Erläuterung, denn die Datenblätter der Preislisten zeigen einen verkleinerten Kofferraum an: Statt 385 bis 1.310 Liter sind es nun 340 bis 1.193 Liter. Das neue Volumen von 340 Liter bezieht sich auf die Ausstattung mit Reifenreparatur-Set. Es ist genauso groß wie das Fassungsvermögen des alten Modells mit Notrad.

Die Auslieferung beginnt Anfang 2020, die Preise beginnen bei 23.690 Euro. Der 2.0ie scheint deutlich teurer zu sein als der alte 2.0i: Der 2.0i Comfort kostete 27.980 Euro, für den 2.0ie Comfort zahlt man jedoch 34.890 Euro, also fast 7.000 Euro mehr.

  Trend Active Comfort Exclusive Platinum
1.6i 23.690 € - 26.690 € 28.190 € -
2.0ie 30.690 € 33.890 € 34.890 € - 37.290 €

Bildergalerie: Subaru XV (2020)