Vergessene Studien: Citroën Karin (1980)
War diese fahrende Pyramide das Vorbild für den Tesla Cybertruck?
Mit Blick auf den Tesla Cybertruck rätseln viele, woher Elon Musk und sein Team die Idee für das bizarre Design genommen haben. Eine Möglichkeit ist mittlerweile über 40 Jahre alt und stammt aus Frankreich: Citroën hat damals einige wirklich interessante Konzepte entwickelt, und die hier gezeigte Studie namens Karin ist ein Paradebeispiel dafür, wozu Designer fähig waren, wenn sie volle Freiheit erhielten.
Die Pyramide auf Rädern war natürlich nur ein Konzept, da Citroën nicht die Absicht hatte, ein Serienfahrzeug auf den Markt zu bringen. Tatsächlich schuf das Unternehmen die Karin nur, weil der Pariser Autosalon 1980 vor der Tür stand und keine neuen Serienmodelle am Horizont zu sehen waren. Beispielsweise der BX sollte noch bis 1982 auf sich warten lassen ...
Vom Citroën-Designchef Trevor Fiore pyramidenförmig gestaltet, verfügte das Konzept über eines der kleinsten Dächer, die je auf ein Auto montiert wurden: etwa so groß wie ein Buchdeckel (das ist A3 für Normen-liebende Europäer). Die Proportionen des Zweitürers waren ungewöhnlich: sehr flach (1,07 Meter), aber auch ziemlich breit (1,90 Meter). So konnte trotz einer Länge von nur 3,70 Meter, dem Format des damaligen Citroën Visa, viel Platz geschaffen werden.
Bildergalerie: Vergessene Studien: Citroën Karin (1980)
Öffnen Sie die Schmetterlingstüren und Sie erhalten Zugang zu einem futuristischen Innenraum, der drei Personen aufnehmen kann. Der Fahrersitz ist zentral angeordnet und wird von den beiden Beifahrersitzen flankiert, was Kenner an den Matra Bagheera und Murena sowie den McLaren F1 erinnert.
Während sich die Automobilhersteller heute bemühen, die meisten Steuerungen in das Infotainmentsystem zu integrieren, drehte sich bei Citroën in den 1980er Jahren alles um Knöpfe. Die Karin kam mit einer Vielzahl von Bedienelementen, die einen schnellen Zugriff auf die meisten verfügbaren Funktionen ermöglichen. Tatsächlich setzte die Marke damals auch in ihren Serienmodellen stark auf sogenannte Bediensatelliten. Noch mehr Knöpfe wurden auf den Türverkleidungen platziert, die auch über eingebaute Monitore verfügen, was damals ziemlich erstaunlich war.
Angetrieben wurden die Vorderräder. Und zwar von einem Vierzylinder-Benziner. Gefedert wurde hydropneumatisch. Typisch für Modelle des Herstellers. Bis 2015. Ansonsten ist nichts zur Technik bekannt. Aber mehr Infos braucht es bei der wunderlichen Optik ja auch nicht unbedingt.
Auch interessant
Citroen Saxo VTS: Der kleine Landstraßen-König wird 30
Letzte Chance für Verbrenner-Macan: Porsche stockt Bestand vor Produktionsende auf
Dacia Jogger vs Citroen C3 Aircross: Duell der kompakten Siebensitzer
Range Rover SV Ultra: Spitzenmodell wird zum Konzertsaal
Citroen e-C5 Aircross (2026) im Test: Komfort-SUV mit Problemchen
Bentley Flying Spur: Zweites Facelift am Nürburgring erwischt
Ente à l’Orange: Ein besonderer Citroen wird 50 Jahre alt