Vom Kleinwagen bis zum Van: Dieses Auto konnte alles

Kurz vor den 1990er-Jahren und dem Aufstieg der Minivans suchten die Hersteller nach Möglichkeiten, das Segment der Familienautos zu stärken. Plymouth (in Europa als Chrysler angeboten) dachte an die dritte Generation seines Voyager, und 1989 zeigte man ein erstaunliches Konzept, das in seinem Design sehr futuristisch war: den Plymouth Voyager III. Diese dritte Generation, die letztlich in der Serie viel rationaler geriet, war die zweite, die nach Europa importiert wurde, und hätte auch das seltsame Fahrzeug hinter dem Konzept des Plymouth Voyager III sein können.

Die Studie verfügte über eine profilierte Frontpartie, die an den zwei Jahre später erschienenen Pontiac Trans Sport erinnert. Die großen Glasflächen der Voyager III erinnern ebenfalls an den Trans Sport, aber das Plymouth-Konzept ging weiter, mit einer integrierten Glasoberfläche, die sich über die gesamte Karosserie spannte. Das Glasdach ermöglichte es diesem Minivan, die größte Glasfläche eines Pkw anzubieten, und seine doppelte Hinterachse gab ihm von der Seite ein erstaunliches Aussehen und verstärkte seine lange Silhouette.

Die größte Besonderheit dieses Konzepts fand sich jedoch anderswo, da es eigentlich aus zwei Teilen bestand! Der vordere Teil war buchstäblich eine Miniatur-LKW-Kabine mit drei Sitzen, die wie ein kleiner Stadtwagen und auch als solcher genutzt werden konnte. Alternativ diente er als vorderer Teil des Minivans, wenn er eine Art Anhänger mit fünf weiteren Sitzen montiert wurde, was nichts anderes als den Fahrgastraum darstellte. Eine Möglichkeit, die bei weitem nicht dumm ist und die wir in dieser Zeit der Suche nach weniger schweren und umweltfreundlicheren Autos besonders interessant finden könnten. Dieses 2-in-1-System ermöglichte es, Stadtauto und Van in einem Auto zu besitzen.

Plymouth Voyager III (1989)

Sobald die beiden Teile montiert waren, fuhren die Hinterräder der Kabine ein und verschwanden hinter einer großen Karosserieplatte, so dass drei Achsen auf dem Boden blieben. Jeder Teil des Autos, die Kabine und das Cockpit, war mit einem 4-Zylinder-Motor ausgestattet, und die beiden wurden elektronisch koordiniert, um ihre Kraft unabhängig oder gleichzeitig zu liefern. Leider gibt es nur wenige Fotos aus der Kabine, aber eines zeigt ein üppiges Interieur im zeitgenössischen Stil. Trotz seines Einfallsreichtums wurde der Plymouth Voyager III bei der Präsentation auf der Chicago Motor Show 1990 nicht gefeiert und galt nicht einer der besten Entwürfe des Designers Tom Gale, Vater der Dodge Viper und des Plymouth Prowler, der auch maßgeblich am Design des Lamborghini Diablo beteiligt war.

Bildergalerie: Plymouth Voyager III (1989)