Ridesharing-Feldversuch mit autonom fahrenden Autos in Paris

Renault testet seinen Elektro-Kleinwagen Zoe als autonom fahrendes Taxi. Bei dem Ridesharing-Feldversuch auf dem Universitätsgelände Paris-Saclay werden zwei Robo-Taxis auf Basis des Zoe eingesetzt. Die beiden Prototypen wurden für den vierwöchigen Test speziell umgebaut.

Neben der Technik für das automatisierte Fahren hat Renault in eines der beiden Fahrzeuge auf der Beifahrerseite eine spektakuläre Scherentür nach Art von Lamborghini in den Zoe eingebaut. Sie soll den schnellen Einstieg erleichtern, sagt Renault, obwohl man anehmen darf, dass die Türen im Lambo-Stil auch aus Gründen der Publizität konstruiert wurden.

Auch bietet das Interieur modernste Multimedia- und On-Board-Infotainment-Ausstattung. So ist jeder Passagierplatz mit einer USB-Schnittstelle zum Laden des Smartphones ausgestattet. Außerdem hat jeder Passagier sein eigenes Multimediadisplay und Lautsprecher in den Kopfstützen. Die Passagiere sitzen sich gegenüber und können sich so während der Fahrt besser unterhalten. Alternativ können sie Multimediamonitore nutzen. 

Unegwohnte Anblick: Die vorderen Sitze sind nach hinten gerichtet
Unegwohnte Anblick: Die vorderen Sitze sind nach hinten gerichtet

An dem Pilotversuch nehmen 100 Personen teil, welche die Zoe-Taxis mit einer eigens entwickelten Smartphone-App ordern können. Der Feldversuch findet auf dem neuen weiträumigen Campus der Universität von Paris-Saclay im Süden der französischen Hauptstadt statt, wo sich neben Forschungsinstituten auch zahlreiche Büro- und Wohngebäude befinden. Die beiden im Alltagsbetrieb getesteten Zoe-Robo-Taxis entsprechen dem Level vier des autonomen Fahrens. Sie können selbst hochkomplexe urbane Verkehrssituationen eigenständig bewältigen, so der Hersteller. Auf dem Fahrersitz nimmt aus Sicherheitsgründen dennoch ein Techniker Platz, der im Bedarfsfall das Steuer übernimmt. Der Ridesharing-Feldversuch dauert noch bis 8. November.

Bildergalerie: Renault Zoe als Robo-Taxi