Versionen Trend und N Line aufgewertet, aber auch teurer (Update)

Der Hyundai i30 gehört zu den beliebtesten günstigen Kompaktwagen. Zum Modelljahr 2020 wertet der koreanische Hersteller das Auto auf. Vor allem erhalten die Ausstattungen Trend und N Line einen 8-Zoll-Touchscreen. Im Gegenzug steigen die Preise für diese Versionen um ein paar hundert Euro. In der Preisliste auf hyundai.de ist noch die alte Version enthalten, Marktstart für den i30 des neuen Modelljahrs ist im Dezember 2019. Im Folgenden stellen wir Ihnen den i30 mit Ausstattungen, Motoren, Preisen und Besonderheiten vor.

Karosserievarianten: Fünftürer, Kombi und Fastback

Den i30 gibt es in diversen Karosserieversionen. Am bekanntesten ist die fünftürige Schräghecklimousine, die mit dem VW Golf konkurriert. Außerdem gibt es eine Kombiversion sowie als Besonderheit den so genannten Fastback:

2019 Hyundai i30 Fastback N im Test
Das Panamera-artige Heck des i30 Fastback (hier als N)

Der i30 Fünftürer ist etwas länger als der Klassenbestseller VW Golf, auch das Kofferraumvolumen ist höher. Bei den entsprechenden Kombiversionen (i30 Kombi und Golf Variant) ist der Unterschied geringer. Der Fastback hat bei VW kein Pendant; er liegt bei Länge und Kofferraumvolumen zwischen Fünftürer und Kombi.

  Kofferraum Kofferraum (VW Golf) Länge Länge (Golf)
Fünftürer 395-1.301 Liter 380-1.270 Liter 4,34 Meter 4,26 Meter
Kombi 602-1.650 Liter 605-1.620 Liter 4,59 Meter 4,57 Meter
Fastback 450-1.351 Liter - 4,46 Meter -
Neuer Hyundai i30 im Test
Kofferraum des Fünftürers
Neuer Hyundai i30 im Test
Kofferraum des Fünftürers nach dem Sitz-Umklappen

Motoren und Basispreise

Die angebotenen Aggregate sind für Fünftürer und Kombi gleich. Die Palette beginnt mit einem Saugbenziner, dann folgen zwei Turbobenziner (wenn man den i30 N mitzählt: drei) und drei Diesel. Alle Aggregate außer dem Einliter-Benziner sind Vierzylinder. In der folgenden Tabelle finden Sie die wichtigsten Daten und die Grundpreise für den Fünftürer:

  Getriebe Drehmoment Basispreis (Ausstattung)
1.4 100 PS 6-Gang 134 Nm bei 4.000 U/min 17.450 Euro (Pure)
1.0 T-GDI 120 PS 6-Gang 171 Nm ab 1.500 U/min 20.100 Euro (Select)
1.4 T-GDI 140 PS 6-Gang, 7-Gang-DCT 242 Nm ab 1.500 U/min 23.550 Euro (Trend)
2.0 T-GDI 275 PS (N) 6-Gang 353 Nm ab 1.450 U/min 33.100 Euro (N)
1.6 CRDi 95 PS 6-Gang 280 Nm ab 1.500 U/min 21.910 Euro (Select)
1.6 CRDi 115 PS 6-Gang, 7-Gang-DCT 280 Nm ab 1.500 U/min 22.610 Euro (Select)
1.6 CRDi 136 PS 6-Gang, 7-Gang-DCT 280 Nm (DCT: 320 Nm) 26.160 Euro (Trend)

Die Preise beginnen bei 17.450 Euro, dafür bekommt man allerdings nur den drehmomentschwachen Saugbenziner. Beim VW Golf beginnt die Preisliste mit einem Turbobenziner, der zwar weniger PS, aber mehr Drehmoment bietet: Der 1.0 TSI bringt 85 PS und 175 Nm ab 2.000 Touren. Das Golf-Grundmodell ist mit 19.520 Euro aber auch über 2.000 Euro teurer.

Den günstigsten Turbobenziner, den 1.0 T-GDI mit 120 PS, gibt es ab 20.100 Euro. Dafür erhält man die Version Select. Die darauffolgende Ausstattung namens Trend wurde mit dem Modelljahr 2020 teurer, sie kostet im Fall des 120-PS-Turbos nun 22.650 Euro statt 21.850 Euro. Dafür wird die Trend-Ausstattung um den 8-Zoll-Touchscreen erweitert, den es bisher nur im Rahmen des Navigationspakets für 1.400 Euro gab.

Der i30 Kombi ist jeweils 1.000 Euro teurer als der entsprechende "normale" i30. Für die dritte Karosserievariante, den Fastback, gibt es nur eine eingeschränkte Motorenauswahl: Verfügbar sind die Turbobenziner mit 120 und 140 PS sowie der 136-PS-Diesel. Hier beginnen die Preise bei 23.250 Euro. Dafür bekommt man den 120-PS-Turbobenziner in der Version Trend. Damit ist diese Version 600 Euro teurer als der Fünftürer.

Ausstattungen

Die Ausstattungen heißen Pure, Select, Trend, N Line, Style und Premium. Damit sind nicht weniger als sechs Ausstattungsversionen verfügbar. Zum Vergleich: Den Megaseller VW Golf gibt es nur in drei Versionen. Dafür finden sich in der Hyundai-Preisliste nicht so viele Extras.

Die Basisversion Pure gibt es nur für den Saugbenziner. Sie bietet mit Klimaanlage, Audiosystem, elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern vorne und Zentralverriegelung mit Fernbedienung schon das Wichtigste; sogar ein Tempomat und ein Fernlichtassistent sind Serie. Die Version Select fügt für 1.250 Euro Aufpreis vor allem USB- und AUX-Anschlüsse sowie Nebelscheinwerfer hinzu. Die aufgewertete Version Trend kostet nun 2.550 Euro mehr und bietet dafür zusätzlich Alufelgen, Parkpiepser hinten, Sitz- und Lenkradheizung sowie den 8-Zoll-Touchscreen.

Cockpit

Neuer Hyundai i30 im Test

Das Cockpit eines i30 kann genauso gut aussehen wie das eines VW Golf, wie unser Bild zeigt. Der hier verbaute 8,0-Zoll-Touchscreen ist ab Modelljahr 2020 serienmäßig ab der Version Trend. Die Grundversionen Pure und Select müssen mit einem 5,0-Zoll-Monochrom-Display (ohne Touch-Funktionalität) auskommen.

Extras und Hightech-Angebot

Beim Extra-Angebot merkt man, dass ein koreanisches Modell wie der i30 eine andere Logistik hat als ein in großen Mengen in Deutschland produziertes Auto wie der VW Golf: Während man beim Golf zahllose Extras einzeln ordern kann, gibt es beim i30 hauptsächlich Pakete, aber nur wenige einzeln bestellbare Elemente. Dazu zählen neben Lackfarben und Felgen das Glasschiebedach (1.100 Euro) und LED-Scheinwerfer (900 Euro). Außerdem gibt es Sicherheitspakete mit diversen Assistenten, ein Navigationspaket und zwei Komfortpakete und drei Sitzpakete.

Das Hightech-Angebot ist für einen Kompaktwagen auf einem recht hohen Niveau. Mit Abstandstempomat und Spurhalteassistent fährt das Auto schon für kurze Zeit autonom dahin. Verfügbar sind außerdem ein Antikollisionssystem, ein Totwinkelwarner, ein Querverkehrswarner fürs rückwärtige Ausparken, eine Verkehrszeichenerkennung, Rückfahrkamera, eine elektrische Parkbremse, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem sowie das erwähnte LED-Licht. Vieles davon ist freilich nur für die höheren Ausstattungen verfügbar. 

Bildergalerie: Hyundai i30 und i30 Kombi (Facelift für 2019)