Zum Start gibt es zwei Diesel und eine AMG-Version (Update)

Vor vier Jahren, am Juli 2015 startete das Mercedes GLE Coupé. Nun steht eine neue Generation auf Basis der zweiten GLE-Generation an. Zum Start sind zwei Sechszylinder-Diesel, einziger Benziner ist zunächst das Mercedes-AMG GLE 53 4Matic+ Coupé. Für diese drei Versionen stehen nun die Preise fest (siehe Tabelle unten). Messepremiere hatte das Auto im September 2019 auf der IAA, zu den Händlern kommt es im Frühjahr 2020. 

Das neue GLE Coupé ist mit 4,94 Meter vier Zentimeter länger als bisher. Auch der Radstand wuchs um zwei Zentimeter, er bleibt aber sechs Zentimeter kürzer als beim GLE, was zu einem sportlicheren Handling führt, so Mercedes. Hier sehen Sie das neue GLE Coupé (in Rot) und den Vorgänger (in Weiß):

Mercedes GLE Coupe 2019
Mercedes GLE Coupe 2015

Vorn hat auch die neue Version wieder einen "Tüpfelgrill" (im Mercedes-Sprech Diamantgrill genannt), der von einer einzelnen horizontalen Lamelle durchzogen wird. Dazu kommt ein Unterfahrschutz. Bei der AMG Line verbreitert sich der Grill nach unten in der Form eines A, die Pins im Diamantgrill sind aus Chrom. Die Scheinwerfer sind serienmäßig in LED-Technik ausgeführt. Die flacher als bisher liegende Windschutzscheibe verringert den Luftwiderstand gegenüber dem Vorgänger bei gleicher Stirnfläche um neun Prozent. Die Flanken sind ruhig und flächig gestaltet, was die großen Räder (19 bis 22 Zoll) in den eckigen Radhäusern betont. Die Kunststoff-Verkleidungen der Radhäuser sind beim Serienmodell in Schwarz gehalten, bei der AMG Line (Bild) sind sie in Wagenfarbe lackiert.

Mercedes GLE Coupe 2019
Mercedes GLE Coupe 2015

Wie unser Vergleichsbild mit dem Vorgänger (in Weiß) zeigt, fällt am Heck die horizontale Chromlamelle weg. Die Rückleuchten sind nach wie vor zweigeteilt, das Kennzeichen im Stoßfänger untergebracht. Darunter gibt es einen Unterfahrschutz mit integrierten Endrohrblenden.

Mercedes GLE Coupe (2019)

Im Cockpit guckt man auf die bei Mercedes inzwischen üblichen zwei großen Bildschirme (beide 12,3 Zoll). Das Armaturenbrett ist horizontal geteilt: Oben ist es schwarz, der Unterteil wird von den gewählten Zierleisten geprägt. Für den SUV-Touch steht die Mittelkonsole mit den dominanten Haltegriffen. 

Der Kofferraum bietet Platz für 655 bis 1.790 Liter Gepäck, bisher waren es maximal 1.720 Liter. Die Fondlehne ist im Verhältnis 40:20:40 geteilt umklappbar. Damit vergrößert sich die Ladefläche auf über zwei mal ein Meter – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Auch die Ladekante liegt sechs Zentimeter niedriger als bisher. Bestellt man die Luftfederung, kann das Heck per Tastendruck um weitere fünf Zentimeter abgesenkt werden.

Die bekannte Sprachbedienung ist serienmäßig an Bord. Im Laufe des Jahres 2020 integriert Mercedes auch den Musik-Streaming-Dienst Amazon Music. Amazon-Prime-Mitglieder können dann zwischen zwei Millionen Songs auswählen und die gewählte Musik ins Auto übertragen.

Bisher gab es neben den AMG-Versionen (GLE 43 und GLE 63) noch einen Benziner (GLE 400 mit 333 PS) und einen 350 d mit 258 PS. Bei der neuen Generation umfasst die Motorenpalette zum Start neben der AMG-Version GLE 53 nur zwei Sechszylinder-Diesel (OM 656). Die übrigen Motorisierungen des neuen GLE (ein 300 d mit 245 PS und ein GLE 450 mit 389 PS) dürften noch folgen. Auch eine Plug-in-Hybrid-Version ist angekündigt.

  Leistung Drehmoment Preis
GLE 350 d 4Matic Coupé 272 PS 600 Nm 76.279 €
GLE 400 d 4Matic Coupé 330 PS 700 Nm 81.634 €
AMG GLE 53 4Matic+ Coupé 435 PS 520 Nm 92.963 €

Bisher begannen die Preise bei 71.698 Euro für die Version 350 d mit 258 PS. Das neue Modell ist knapp 5.000 Euro teurer, unter anderem wegen der gestiegenen Leistung.

Die beiden Diesel-Startvarianten erfüllen dank SCR-System die Abgasnorm Euro 6d. Sie haben eine 9G-Tronic-Automatik und einen Allradantrieb auf Basis einer elektronisch geregelten Lamellenkupplung. Diese ermöglicht eine vollvariable Verschiebung des Antriebsmoments von 0 bis 100 Prozent (Torque on Demand) zwischen den Achsen. In der Kurve wird das Giermoment in Richtung Über- oder Untersteuern verändert, was die Agilität steigert.

Serienmäßig erhält das neue GLE Coupé ein Stahlfederfahrwerk, das straffer als beim Vorgänger sein soll. Optional ist die Luftfederung Airmatic in einer sportlichen Abstimmung und mit adaptiven Dämpfern erhältlich. Ebenfalls optional gibt es das Fahrwerk E-Active Body Control, das die Feder- und Dämpferkräfte an jedem Rad individuell regeln kann. Somit wirkt es nicht nur Wank-, sondern auch Nick- und Hubbewegungen entgegen. Zusammen mit Road Surface Scan und der Kurvenneigefunktion Curve soll das System das intelligenteste SUV-Fahrwerk der Welt sein, so Mercedes. E-Active Body Control arbeitet mit 48 Volt Spannung und kann auf schlechten Straßen sogar elektrische Energie zurückgewinnen.

Zu den Fahrerassistenzsystemen gehört serienmäßig ein Antikollisionssystem, das auch Kollisionen mit querenden Fußgängern und Fahrzeugen vermeiden hilft. Optional gibt es einen Abstandstempomaten, der auf Echtzeit-Stauinfos reagiert und im Fall eines vorausliegenden Staus die Geschwindigkeit vorsorglich auf etwa 100 km/h reduziert. Der Aktive Lenk-Assistent unterstützt auch die Bildung einer Rettungsgasse.

Bildergalerie: Mercedes GLE Coupé (2019)