Continental CUbE: Autonom fahrender Shuttle-Bus zur Sensor-Erprobung
Robo-Taxi auf Basis des EZ10 von Continental-Partner Easymile
Die ersten autonom fahrenden Shuttle-Busse mit Elektroantrieb fahren schon herum, allerdings meist in abgegrenzten Bereichen wie Flughäfen oder auf Betriebsgeländen. Die Technologie für die fahrerlosen Taxis ist jedoch fast vollständig vorhanden. Das zeigt zum Beispiel der autonome Shuttle-Bus EZ10 des französischen Unternehmens Easymile, der noch 2019 in Serie gehen soll. Auf diesem Fahrzeug basiert der CUbE, an dem der Zulieferer Continental unter anderem Umfeldsensoren fürs autonome Fahren entwickelt und erprobt.
So hat Continental ein Radarsystem für fahrerlose Fahrzeuge zur Serienreife entwickelt, das auch im EZ10 zum Einsatz kommen soll. Zu den Vorteilen der Radartechnik gehört laut Continental, dass sie auch bei Nacht und/oder Nebel funktioniert. Radarsensoren können sogar unter Objekten – beispielsweise geparkten Autos – hindurchsehen und etwa eine dahinter liegende Häuserecke erkennen. Das beim EZ10 eingesetzte System besteht aus sieben Radarsensoren und erfasst die Umgebung des Fahrzeugs im Umkreis von bis zu 200 Metern. Außerdem bekommt das Fahrzeug noch Lasersensoren und Kameras, was durch die Redundanz die Sicherheit erhöht.
Eine doppelte Absicherung ist auch beim Bremssystem von autonomen Fahrzeugen wichtig. Continental kombiniert dazu sein Seriensystem MK C1 (das ABS, ESP sowie Bremskraftverstärker vereint) mit einer Hydraulic Brake Extension. Dieses System kann bei einem Ausfall der Primärbremse das Fahrzeug sicher und inklusive ABS verzögern. Die Kombination mit dem kryptischen Namen MK C1 HAD bietet noch einen zusätzlichen Vorteil: Der elektromechanisch erzeugte, maximale Bremsdruck ist bereits nach 150 Millisekunden erreicht. So kann das Fahrzeug schneller zum Stillstand gebracht werden als mit konventionellen Bremssystemen.
Zur weiteren Erprobung soll ab Ende August 2019 ein autonomes Shuttle auf dem Campus der Oakland University umherfahren. An dem Pilotprojekt sind außer der Oakland University und der Stadt Auburn Hills (bei Detroit) auch Continental sowie EasyMile beteiligt. Aber auch wenn die ersten Robo-Taxis bereits in abgegrenzten Bereichen fahren: Nach Ansicht von Continental dürfte es noch etwa ein Jahrzehnt dauern, bis sie flächendeckend im normalen Straßenverkehr unterwegs sein werden.
Bildergalerie: Continental CUbE: Autonom fahrender Shuttle-Bus auf Basis des EasyMile EZ10 (2019)
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