Ein weiterer Beweis, dass Hybride nicht zwangsläufig langweilig sein müssen

Auf dem Genfer Autosalon 2017 zeigte Mercedes-AMG das Auto, welches später zum GT 4-Türer Coupé wurde. Die Studie war jedoch erstens nicht ganz konventionell angetrieben und zweitens deutlich stärker als das aktuelle Topmodell GT 63 S. Betrachtet man dessen 639 PS, klingt das leicht beängstigend. Außerdem kommt man ziemlich schnell zu dem Schluß, das hier elektrisch nachgeholfen wurde. Tatsächlich wurde dem 4,0-Liter-Biturbo-V8 beim Concept Car ein Elektromotor an der Hinterachse zur Seite gestellt. Die Systemleistung wuchs so auf monströse 816 PS. 

Inzwischen haben die Herrschaften aus Affalterbach bestätigt, dass der Hybrid-Antrieb in Serie gehen wird. Und nun sieht es so aus, als würden wir gar nicht mehr so lange darauf warten müssen. Gerüchten zufolge dürfte die dann wohl GT 73 genannte Sportlimousine um die 800 PS haben. Laut dem britischen Magazin Autocar könnte der Performance-Hybrid bereits nächstes Jahr kommen.

Autocar hat auch eine Handvoll Erlkönigbilder (siehe Link am Ende dieses Artikels) eines Prototypen. Von außen sieht er aus wie ein herkömmlicher AMG GT. Unter der Haube erkennt man jedoch ein recht komplexes elektrisches System, das nahezu sicher zu einem Hybrid-Antriebsstrang gehören muss. Zudem sollen die Erlkönigfotografen berichtet haben, dass das Auto lautlos davon rollte. 

Die Entscheidung für das Kürzel "73" würde aus mehrerlei Hinsicht Sinn machen. Einerseits nutzte man es bereits in der Vergangenheit für eine Reihe sehr exklusiver Fahrzeuge wie den extrem seltenen SL 73. Zum anderen hat sich Mercedes vor kurzem diverse "73er"-Namen schützen lassen. Neben "GT 73 4Matic+" sind das auch "G 73" und "S 73". Da dürfte dann über kurz oder lang auch noch etwas kommen. 

Es ist AMGs Antwort auf den Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid, der allerdings "nur" 680 PS liefert. Wie im Porsche dürfte die extra Hardware auch im GT 73 für ein signifikantes Gewichtsplus sorgen. Dennoch ist davon auszugehen, dass das Auto noch schneller beschleunigen wird, als der GT 63 S. Der schafft den Spurt von 0-100 km/h in 3,2 Sekunden. Bei der Vorstellung der Studie im Jahr 2017 sagte AMG-Chef Tobias Moers, dass das Auto in weniger als drei Sekunden auf 100 km/h beschleunigen könne. Weitere Vorteile sind eine wohl erhebliche Verbrauchssenkung sowie eine rein elektrische Reichweite von um die 50 Kilometer.

Wenn der GT 73 auf den Markt kommt, wird er wohl nochmal spürbar teurer sein als der mit einem Basispreis von etwa 167.000 Euro nicht eben günstige GT 63 S. Zum Vergleich: Porsche bietet seinen Panamera Turbo S E-Hybrid ab 190.335 Euro an.

Quelle: Autocar

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