Reichweite, Ladeoptionen und Ausstattung ebenfalls bekannt

Kürzlich veröffentlichte Opel erste Bilder der sechsten Generation des Corsa. Der Kleinwagen, der sich die Plattform CMP mit dem Peugeot 208 teilt, wird erstmals auch als Elektroauto angeboten. Jetzt wurden auch erste Preise genannt: Der Basispreis liegt bei 29.900 Euro. Der Kaufpreis reduziert sich noch um den Elektro-Bonus von 4.000 Euro.

Ausstattungen

Bereits in der Basisausstattung Selection bietet der Corsa-e eine Klimaautomatik mit Fernsteuerung, eine elektrische Parkbremse, das schlüssellose Startsystem sowie das mit Apple CarPlay und Android Auto kompatible "Multimedia-Radio" mit 7,0‑Zoll-Farb-Touchscreen. Außerdem gibt es Systeme wie den Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung sowie den Spurhalteassistenten ohne Aufpreis.

Die nächsthöhere Ausstattung Edition kostet 30.650 Euro. Kaum noch Kundenwünsche offen lässt dann der ebenfalls ab sofort reservierbare Corsa-e First Edition für 32.900 Euro. Hier sind LED-Scheinwerfer, 17-Zoll-Aluräder, Zweifarblackierung und ein 7-Zoll-Instrumentendisplay (im Opel-Jargon "volldigitales Cockpit" genannt) serienmäßig. Den Corsa-e First Edition gibt es zudem für eine monatliche Leasingrate von 299 Euro.

Antrieb, Reichweite und Laden

Der Antrieb bietet die gleichen Leistungsdaten wie der e-208, das heißt 136 PS und 260 Newtonmeter Drehmoment. Der Normsprint dauert 8,1 Sekunden.

Die Reichweite liegt mit 330 WLTP-Kilometer auf dem gleichen Niveau wie beim Peugeot e-208 (340 Kilometer), ist etwas größer als beim Renault Zoe (316 Kilometer) und deutlich größer als beim Honda e (200 Kilometer). Wie der Peugeot hat auch der Opel einen 50-kWh-Akku, der Stromverbrauch nach WLTP wird mit 17 kWh/100 km angegeben.

Die Ladeoptionen:

  Ladeleistung Ladedauer
Haushaltssteckdose, Wechselstrom 1,8 kW k.A.
Wallbox, Wechselstrom, 3-phasig ca. 11 kW ca. 5 h 15 min
Öffentliche Ladesäule, Gleichstrom ca. 100 kW ca. 30 min auf 80%

Serienmäßig hat der Corsa-e ein Mode-2-Kabel fürs Aufladen an der Haushaltssteckdose mit 1,8 kW. Gegen 250 Euro Aufpreis gibt es ein Mode-3-Ladekabel fürs einphasige Laden an der Ladesäule mit 7,2 kW. Außerdem kann man den Wagen per Gleichstrom mit CCS-Stecker aufladen. Einen Onboard-Charger fürs dreiphasige Laden mit 11 kW hat erst die mittlere Ausstattung Edition.

Der Corsa-e hat auch die gleichen drei Fahrmodi wie der Peugeot. Wie Peugeot gewährt auch Opel acht Jahre Garantie auf die Batterie. Mit der myOpel-App lässt sich von überall der Ladestatus kontrollieren. 

 

Opel Corsa-e (2020)

Auch die Benzin- und Dieselversionen des Corsa sollen bald bestellbar sein. Für alle Antriebe gilt: Die Länge des Fünfsitzers wächst um zwei Zentimeter auf 4,06 Meter, das Dach liegt fünf Zentimeter niedriger als beim Vorgänger, der Fahrer sitzt drei Zentimeter tiefer. Das Cockpit unterscheidet sich deutlich von dem des Peugeot 208:

Opel Corsa-e (2020)
Das Opel-Cockpit
Peugeot 208 (2019)
Das Peugeot-Cockpit

Das Corsa-Interieur lässt sich mit Instrumentendisplay und Ledersitzen aufwerten. Zu den angebotenen Hightech-Elementen gehören LED-Matrix-Scheinwerfer, eine Verkehrszeichenerkennung, ein Abstandstempomat sowie ein "sensorgesteuerter Flankenschutz", den Opel nicht näher erklärt. Es dürfte sich jedoch um den außenliegenden Airbag für den Seitencrash handeln, den der Zulieferer ZF vorgestellt hat. Hinzu kommen ein Toter-Winkel-Warner sowie unterschiedliche Einparkhilfen. In puncto Infotainment hat man die Wahl zwischen einen 7,0-Zoll- und einem 10-Zoll-Touchscreen.

Reservieren kann man den Elektro-Corsa ab sofort, auf der Opel-Website findet sich auch schon eine Preisliste. "Verfügbar" ist der Corsa-e laut Opel-Website aber erst im Frühjahr 2020. Das dürfte der Marktstart sein. Der neue 208 startet bereits im Herbst 2019. 

Bildergalerie: Opel Corsa-e (2020)