Ralf Speth: Akkupreise werden in den nächsten Jahren steigen, nicht fallen

Elektroautos sind derzeit nicht immer leicht zu kriegen. Der Grund: Akkus sind Mangelware. So ist der neue Mercedes EQC angeblich für die Jahre 2019 und 2020 bereits ausverkauft, der Audi e-tron hat wegen mangelnder Akku-Verfügbarkeit Probleme und bei den Elektro-SUVs von Kia gibt es sehr lange Lieferzeiten. Dem Jaguar I-Pace geht es auch nicht anders, wie aus einem Interview von Ralf Speth, Chef von Jaguar Land Rover (JLR), mit der Automobilwoche hervorgeht; das Interview erschien nun auf Automotive News Europe.

Auf die Frage hin, warum der elektrisch angetriebene I-Pace in Deutschland so selten zu sehen ist, sagte Speth, die "Verfügbarkeit" sei sehr begrenzt. "Wenn es um Elektrofahrzeuge geht, geht es nicht darum, wie viele Autos ich bauen kann, sondern wie viele Batterien ich kaufen kann. Die Nachfrage nach Batterien ist so groß, dass die Lieferfähigkeit in den nächsten Jahren eingeschränkt sein wird. Und im Gegensatz zu einigen anderen erwarte ich kontinuierlich steigende Batteriepreise – zumindest für die nächsten zwei bis drei Jahre."

In puncto Antriebe werde auch in Zukunft eine Mischung gefragt sein, glaubt Speth. Wenn im Jahre 2025 weltweit 20 bis 30 Prozent der Autos elektrisch angetrieben werden, hieße das auch, dass 70 Prozent bis 80 Prozent noch konventionelle Motoren haben werden.

Quelle: Automotive News Europe