Honda schließt britisches Werk in Swindon
Civic der kommenden Generation soll anderswo gebaut werden
Honda schließt sein Werk im englischen Swindon. In Swindon werden derzeit etwa 150.000 Fahrzeuge pro Jahr hergestellt, und zwar vor allem der Civic. Etwa 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Swindon beschäftigt. Hondas europäisches Headquarter soll jedoch weiterhin in Großbritannien bleiben.
Das Werk soll im Jahr 2021 geschlossen werden, und damit "am Ende des Produktionszyklus des aktuellen Modells", so Honda. Damit ist offenbar die zehnte Generation des Civic gemeint, die 2015 auf den Markt kam. Erst kürzlich hatte Nissan bekannt gegeben, den X-Trail künftig nicht mehr im britischen Sunderland herzustellen, teilweise wegen des Brexit.
Die meisten Medienberichte stellen auch im Fall von Honda einen Zusammenhang mit dem Brexit sowie dem Freihandelsabkommen zwischen Japan und der EU her. Dass der Brexit der Grund für die Entscheidung ist, stritt Honda nach einem Bericht von Automotive News Europe allerdings ab. Man reagiere mit der Umstrukturierung auf "anstehende beispiellose Veränderungen" durch die Elektrifizierung. Außerdem wolle Honda seine Betriebsstätten auf die Standorte fokussieren, die hohes Produktionsvolumen versprechen.
Auch auf die türkische Tochtergesellschaft von Honda, die derzeit etwa 38.000 Fahrzeuge pro Jahr baut, kommen Änderungen zu. Ab 2021 soll dort die aktuelle Civic Limousine nicht mehr gebaut werden. Die Geschäftstätigkeit in der Türkei soll jedoch fortgeführt werden. Wo der kommende Civic der elften Generation ab 2021 gebaut werden soll, sagte Honda noch nicht.
Quellen: Honda, Automotive News Europe
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