Honda Civic mit neuem Diesel im Test

Viele tragen am Halskettchen ein kleines Kreuz oder den Namen ihres Partners. Bei Hondas Motorenflüsterer, Ko Yamamoto, hängt dort ein kleiner Kolben. Soviel zum Thema Prioritäten. Beim neuen Diesel im Civic ist Yamamoto San wichtig, dass er schon die neueste Abgasnorm erfüllt: Euro 6d-TEMP. In der Tat ist der Civic 1.6 i-DTEC damit Mitglied in einem sehr exklusiven Club. Wir haben das Auto schon getestet.

Der Diesel als Nachhut
Die neue (zehnte) Civic-Generation startete im März 2017 mit zwei Turbobenzinern, ein dritter kam später im Type R hinzu. Der Diesel aber ließ erstmal auf sich warten. Doch der Selbstzünder wird nach den Prognosen von Honda noch ein paar Jahre gebraucht. Der Dieselanteil an den Verkäufen sinkt zwar europaweit rapide – von fast 60 Prozent im Jahr 2012 auf derzeit etwa 45 Prozent –, aber auch für das Jahr 2021 geht Honda noch von 31 Prozent Dieselanteil aus. Daher wurde der vom alten Civic her bekannte 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS überarbeitet und ins neue Modell eingebaut.

RDE-Konformitätsfaktor von 2,1 erreicht
Vor allem sollte die neue Version wie gesagt die strenge Norm Euro 6d-TEMP erfüllen. Dazu muss ein Fahrzeug nicht nur die Euro-6-Norm auf dem Rollenprüfstand einhalten (vor allem 80 Milligramm NOx pro Kilometer), sondern es gibt auch einen Grenzwert für den normalen Alltagsverkehr. Bei der RDE-Messung (Real Driving Emissions) darf das Auto nur das 2,1-Fache des normalen Euro-6-Grenzwerts für den Rollenprüfstand emittieren, also 168 Milligramm ...