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Vergessene Studien: Lincoln Futura (1955)
Die kuriose Geschichte des ersten „Batmobils“


Von: Motor1.com
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
1. Okt. 2018 um 11:24 Uhr
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Name: Lincoln Futura
Premiere: Chicago Auto Show, Januar 1955
Spezifikationen: fahrbarer Prototyp, Länge: 5,74 Meter, Breite: 2,29 Meter, Höhe: 1,22 Meter, Radstand: 3,20 Meter. Gewicht: 2.041 Kilogramm. Antrieb: Ford-FE-V8 mit 6,0 Liter Hubraum, B&M-C6-Automatikgetriebe
Weitere vergessene Studien:
Vergessene Studien: VW EcoRacer (2005)
Vergessene Studien: Mazda MX-81 (1981)
Der Hintergrund:
Für Millionen von Kindern auf der ganzen Welt ist der Lincoln Futura eines der aufregendsten Autos, das je entwickelt wurde. Und zwar so aufregend, dass viele ihn im Spielzeug-Format neben Mythen wie dem Ferrari F40 oder Lamborghini Countach "geparkt" haben, obwohl sein Name für die meisten völlig unbekannt klingt.
Wie ist das möglich? Der Erfolg dieser fast vergessenen Studie geht auf Mitte der 1960er-Jahre zurück, als sie als Grundlage für das Batmobil der Batman-TV-Serie diente. Der Grund dafür ist der Erfindergeist des genialen Designers und Customizing-Papsts George Barris (Vater mehrerer Hollydwood-Filmautos), der das Cabriolet kaufte und es in ein Fledermaus-Auto verwandelte. Die Wurzeln des Batmobils alias Lincoln Futura liegen in Italien. Genauer gesagt, in Turin.

Der Name Futura war kein Zufall: Der Prototyp war zum Zeitpunkt seines Debüts (1955) seiner Zeit voraus: In den Jahren, in denen die Autos weiche und abgerundete Formen hatten, wurde der Futura stattdessen mit dünnen und eckigen Scheinwerfern, großen Heckflossen und einem Glasdach mit zwei integrierten Kuppeln ausgestattet. Bill Schmidt und John Najjar, Leiter des Ford Style Centers, entwarfen das Design und vertrauten den Bau des einzigen Modells der Turiner Firma Ghia an. Dort entwickelte man die Karosserie auf Basis des riesigen Lincoln Continental Mark II. Der Motor war ein klassischer V8 mit sechs Liter Hubraum.
Der originelle Stil des Lincoln Futura faszinierte die Menschen. Darauf reagierte Lincoln und stellte tatsächlich Modelle und Spielzeug her. Prototypen haben in der Regel aber ein kurzes Leben, meist geraten sie nach einiger Zeit in Vergessenheit. Nicht so der Lincoln Futura: Mitte der 1960er-Jahre kehrte er zurück, als er für eine symbolische Summe von George Barris gekauft wurde, um daraus ein Auto für die Batman-TV-Serie von 1966 zu bauen. Sein Ergebnis ist in die Geschichte eingegangen: 2013 wurde das Auto für mehr als drei Millionen Euro versteigert.
Bildergalerie: Lincoln Futura Concept

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