Extreme Elektro-Studie debütiert in Pebble Beach

Pebble Beach ist 2018 das Schaulaufen der großen Autohersteller. Auf deutscher Seite ist BMW mit dem neuen Z4 vertreten, Audi sorgt mit dem PB18 e-tron für Aufsehen. Und Mercedes? Nun, die Schwaben haben in aller Ruhe die erste Welle abgewartet, um dann richtig einen rauszuhauen: Vorhang auf für den EQ Silver Arrow!

Das plant Mercedes mit EQ:

Der Name ist Programm: Optisch soll der EQ Silver Arrow an den W 125-Rekordwagen mit Zwölfzylinder erinnern, der 1937 auf der Autobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt 432,7 km/h erreichte. Mercedes-Designchef Gorden Wagener spricht vom „Ausblick in die Zukunft unseres Designs. Damit treibt das Showcar die Formensprache unserer neuen Marke EQ auf die Spitze.“

Übergehen wir weitere blumige Formulierungen und widmen uns den harten Fakten. Der EQ Silver Arrow ist rund 5,30 Meter lang, aber nur etwa einen Meter hoch. Die Karosseriestruktur besteht aus Kohlefaser, garniert mit einer Lackierung in „Alubeam Silber“. Die Frontmaske ist als Display gestaltet, hinzu kommt ein durchgängiges Leuchtenband. Auch die Seitenschweller sind von einem Leuchtenband durchzogen.

Weitere Highlights sind die nach vorne aufklappbare Fahrerkanzel sowie die teilweise freistehenden Räder mit jeweils 168 Alu-Speichen. Darauf montiert sind Slick-Reifen im Format 255/25 R24 (vorne) und 305/25 R26 (hinten). Eine Reminiszenz an den Rennsport sind der Heckdiffusor und zwei ausfahrbare Heckspoiler, welche als Luftbremse fungieren.

Virtuelle Rennen auf dem Bildschirm

Ein vom Rennsport inspirierter Vier-Punkt-Gurt fixiert den Fahrer im Sitz. Die Pedalerie passt sich individuell jeder Fahrerstatur an, ein entsprechender Regler befindet sich am Sitz und steuert die Verstellung der Pedale. Im Cockpit blickt man auf einen großen Panorama-Bildschirm, auf den ein Beamer von hinten ein 3D-Bild der Umgebung projiziert. Als Fingerzeig für mögliche künftige Ladetechnologien wird zudem jene Spur der Fahrbahn, auf der induktives Laden möglich ist, auf den Bildschirm eingeblendet.

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz ist ein virtuelles Rennen gegen historische oder aktuelle Silberpfeil-Rennwagen möglich. Dabei wird im Panorama-Bildschirm eine virtuelle Rennstrecke in die reale Strecke eingeblendet, und der Fahrer sieht den Gegner vor oder hinter sich als „Ghost“. Die Assistenzfunktion „Virtual Race Coach“ hilft, ein besserer Fahrer zu werden, indem sie während des Rennens Anweisungen gibt.

Im Lenkrad sitzt zudem ein Touchscreen. Dort kann der Fahrer Programme wie Comfort, Sport und Sport+ mit unterschiedlicher Fahrcharakteristik wählen. Auch Soundeinstellungen können hier konfiguriert werden: Die Auswahl beinhaltet unter anderem den Klang eines aktuellen Formel-1-Silberpfeils und eines Mercedes-AMG-V8-Motors.

Apropos Motor: Der EQ Silver Arrow ist als Elektrofahrzeug konzipiert. Die Leistung des geräuschlosen Silberpfeils beträgt 550 Kilowatt gleich 750 PS. Der flache Akku im Unterboden hat eine nutzbare Kapazität von zirka 80 Kilowattstunden und ermöglicht laut Mercedes eine rechnerische Reichweite von über 400 Kilometer nach dem WLTP-Zyklus. Gekühlt wird die Batterie mit Hilfe von seitlichen Lüftungsschlitzen.

Bildergalerie: Mercedes Showcar EQ Silver Arrow