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Dieser absurde VW Golf III VR12 hat zwei Motoren, macht 1.600 PS

Sie denken, Sie haben schon alles gesehen? Ähm … nein!

Twin-engine VW GTI VR12

Stefan Wagner Stefan Wagner

Von: Stefan Wagner

3. Aug. 2018 um 16:04 Uhr

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Dass sich der Golf und damit natürlich auch der Golf III in der Tuningszene allergrößter Beliebtheit erfreut, ist keine bahnbrechende Feststellung. Wir haben über die Jahre wohl so ziemlich alles gesehen, was an Umbauten, Individualisierung und gewaltigem Schwachsinn möglich ist. Natürlich gibt es auch technisch anspruchsvolles Tuning an den etwas betagteren Gölfen. Breitbauten, Allrad-Konvertierungen, massive Motor-Upgrades … es gibt nichts, was es nicht gibt.

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Und trotzdem haben wir sowas wie DAS HIER noch nie gesehen. Dieses grüne Monstrum vereint alles, was wir gerade aufgezählt haben in einem Auto. Ach ja, außer dass man das Motor-Upgrade eher als eine Motor-Verdoppelung bezeichnen müsste. Moment … was?

Werfen Sie einen Blick unter die Haube dieses verrückten Dreier-Golf und Sie erkennen einen VR6-Motor mit einem Turbo obendrauf. Soweit ist das noch nichts Besonderes. Zumindest in der VW-Tuningszene. Wenn Sie Ihre Augen allerdings auf die anderen Seite des Autos wandern lassen … dann werden Sie irgendwann erkennen, dass im Heck noch so ein VR6-Turbo-Trumm lümmelt. Jap, zwei VR6. Und zwei Turbos. Mit insgesamt gut 1.600 PS. In einem Golf III. Herrje …

So ein bisschen das Lustige an diesem durch und durch absurden Projekt is ja, dass die zwei Motoren und die 1.600 PS noch gar nicht das Vogelwildeste sind, was sich der amerikanische Erbauer ausgedacht hat. Denn dieser Golf hat - natürlich - zwei Getriebe. Sie können unabhängig voneinander gesteuert werden. Oder man spannt sie einfach zusammen.

Twin-engine VW GTI VR12

Twin-engine VW GTI VR12

In obigem Video erwähnt der Besitzer, dass alle Antriebskomponenten auch einzeln funktionieren. An einer Stelle im Clip fährt er davon und hat nur den Frontmotor laufen. Die Krönung der Flamboyanz sind aber separate Bedien-Mechanismen für die Bremsen. Sprich: Der Fahrer kann an beiden Achsen Burnouts zum Besten geben. Unabhängig voneinander. Geht es noch cooler?

Wie Sie sich denken können, ist ein 1.600-PS-Allrad-Golf aus den 90ern relativ flott. Im Video fährt er die halbe Meile, also 800 Meter, auf dem Bikes Peak Airstrip Attack mit einer Geschwindigkeit von 295,7 km/h. Der Besitzer bezeichnete den Lauf im Nachhinein als beängstigend. Ein erfreulich ehrlicher Mann. Da das Auto offenbar über keinerlei brauchbaren aerodynamischen Veränderungen verfügt, glauben wir ihm aufs Wort. Immerhin hat der Bremsfallschirm funktioniert.

Anschließend springt das Video hinüber zu einem Viertelmeilen-Rennen. Hier werden wir Zeuge der extrem eleganten Front-/Heck-Burnout-Prozedur, dann legt der VR12 eine Zeit von 9,06 Sekunden auf den Teer. Bei einer Spitze von 252,5 km/h. Leider war diese Zeit nicht mehr zu tippen, da der Franken-Golf beim nächsten Lauf sein Getriebe (oder besser eines seiner Getriebe) pulverisierte.

Der Erbauer des Golf III VR12 sagt, das Auto wäre noch im Entwicklungsstadium. Das klingt beängstigend. Und gleichzeitig sehr gut. Von einem der coolsten/irrsten Golf-Umbauten, die wir kennen, würden wir künftig gerne mehr sehen.

Quelle: 1320video via Youtube

Bildergalerie: VW Golf GTI VR12

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