Elektroauto punktet mit großer Reichweite

Ob Mercedes oder VW: Ab dem Jahr 2019 wollen die deutschen Autohersteller beim Elektroauto in die Vollen gehen. Bis es soweit ist, punkten ausländische Marken: Hyundai etwa bringt schon bald den Kona Elektro. Auf seiner Basis zieht Konzernschwester Kia nun nach und präsentiert den Niro EV. In Südkorea wurde jetzt das Tuch von der Serienversion des schon im Januar als Konzeptfahrzeug gezeigten Niro EV gezogen, die Europapremiere findet im Oktober 2018 auf dem Pariser Autosalon statt.

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Allzu detaillierte Angaben gibt Kia zum Niro EV noch nicht preis, doch die bekannten Eckdaten verraten die technische Basis. Sind die Niro-Modelle mit Hybrid noch Ableger des Hyundai Ioniq, so nutzt der Niro EV die Plattform des Hyundai Kona Elektro. In der Praxis bedeutet das zwei Akkus zur Auswahl: Über 450 Kilometer Reichweite gibt Kia für die große Lösung mit 64-Kilowattstunden-Speicher an. Mit dem kleineren Batteriesystem von 39,2 kWh Kapazität sollen rund 300 Kilometer drin sein. Der Verbrauch auf 100 Kilometer liegt bei beiden im Bereich von 14 Kilowattstunden. Wie beim Hyundai Kona Elektro dürfte der Niro EV je nach Batteriegröße in einer starken und einer schwächeren Version kommen.

Noch für 2018 ist der Marktstart in Deutschland terminiert. Dann löst er voraussichtlich den seit 2014 verkauften Soul EV ab, dessen Reichweite bei 250 Kilometer liegt. Bis 2025 plant Kia, insgesamt 16 elektrifizierte Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, darunter 2020 ein Auto mit Brennstoffzelle.

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