Kleinserie des Rallye-fähigen Supercars bestätigt. Hurra!

In Zeiten von Elektroautos, autonomem Fahren und drohenden Diesel-Fahrverboten braucht man hin und wieder auch mal eine Meldung, die einfach nur das Herz wärmt. Und allen Autoenthusiasten einen spontanen Freudenhopser entlockt. Hier hätten wir dann eine dieser Meldungen: Der New Stratos ist zurück. Juhu!

Kleinserie mit 25 Autos
Heute berichtete der italienische Autobauer Manifattura Automobili Torino (MAT), dass man die Erlaubnis erhalten hat, eine Kleinserie des Lancia-Stratos-inspirierten Supersportwagens zu fertigen. 25 Exemplare sollen entstehen. Und das in gleich drei verschiedenen Versionen. Kunden haben die Wahl zwischen einem alltagstauglichen Supercar, einem GT-Rennwagen oder – und jetzt darf das eigene Herz ruhig ein bisschen höher hüpfen – einer speziellen Safari-Rallye-Version.

Das sind die Beteiligten
MAT-Geschäftsführer Paolo Garella war im Jahr 2010 bereits für den Bau der Original-Studie des New Stratos verantwortlich, damals noch unter der Flagge von Pininfarina. Aktuell kümmert man sich bei MAT um die Umsetzung des völlig verrückten, 5.000 PS starken Devil Sixteen sowie des ambitionierten Supersportwagens Intensa Emozione. Projektpartner ist Michael Stoschek, CEO des deutschen Zulieferers Brose Group. Stoschek hatte den New Stratos damals mit Sohn Maximilian entwickelt.

Was ihr wollt
Die 25 geplanten New Stratos sollen weltweit verkauft und genau an die Wünsche und Anforderungen der jeweiligen Kunden angepasst werden. Sprich: Egal ob Sie einen Stratos zum Posieren in irgendwelchen Edel-Metropolen wollen, oder ein Auto mit grobstolligen Reifen und aufgebrezelten Super-Dämpfern, mit dem Sie hemmungslos durch Wälder und Dünen bügeln können – Sie kriegen es.

Die Basis war der Ferrari F430
Ideengeber Michael Stoschek kommentiert den neuen Deal wie folgt: „Ich freue mich, wenn weitere leidenschaftliche Autoliebhaber erleben können, wie der Nachfolger des faszinierendsten Straßensportwagens der 70er-Jahre mit seinem Design und seinen Fahrleistungen auch heute noch Maßstäbe setzt“. Die ursprüngliche New-Stratos-Studie basiert auf dem Ferrari F430 Scuderia. Aus der Topversion des 2008er-Mittelmotor-Supercars stammen das Chassis und der frei saugende 4,3-Liter-V8. Im New Stratos Concept kam das Aggregat auf 540 PS. Damit war es 30 PS stärker als im 430 Scuderia. Die Fahrleistungen der gerade mal 1.250 Kilo schweren Studie sind auch nach heutigen Maßstäben fantastisch: Von 0-100 km/h sollte es in 3,3 Sekunden gehen, die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 274 km/h angegeben.

Premiere in Genf
2010 plante man eine Serie von 50 Autos, doch Ferrari blockierte die Pläne aus verständlichen Gründen. Der atemberaubend schöne New Stratos hätte sicher schnell Legenden-Status erreicht. Und er wäre vermutlich ein leichterer, besserer Sportwagen als der extreme F430 Scuderia geworden – mit dessen eigenen Komponenten. Acht Jahre später spielen diese Überlegungen offenbar keine Rolle mehr. Zum Glück. Wie der neue New Stratos technisch ausgerüstet wird, ist noch weitgehend unbekannt. MAT und Stoschek lassen uns lediglich wissen, dass er 550 PS leisten wird. Und dass die glorreichen XXL-Türfächer für die adäquate Helmverstauung erhalten bleiben. Weitere Details will der Hersteller auf dem Genfer Autosalon 2018 (8. bis 18. März) nennen. Dann gibt es das Auto auch in allen drei Varianten zu sehen. Vermutlich können nicht nur wir es kaum erwarten.

Lesen Sie auch:

Bildergalerie: New Stratos wird doch gebaut