Hybrid-Roadster und stärkeres i8-Facelift debütieren in LA

Was lange währt, wird endlich gut: BMW hat am Premierentag der Los Angeles Auto Show 2017 die Tücher von seinem neuen i8 Roadster gezogen. Gefühlt zogen sich die Entwicklung und die zugehörigen Concept-Car-Auftritte in die Länge wie ein Hubba-Bubba-Kaugummi, aber jetzt ist die Serienversion wirklich da. Wen das Design des neuen i8 Roadster verblüfft, der hat die letzten drei Jahre vermutlich hinter dem Mond verbracht. Was nicht heißen soll, dass selbiges schlecht ist: Der offene i8 sieht absolut hinreißend aus.

Facelift für i8 Coupé
Und er profitiert gleich von einigen Updates, denn passenderweise hat BMW die Ankunft des Roadsters gleich mit einem Facelift für das i8 Coupé verbunden. Die Modellpflege bringt ausschließlich Gutes zum Vorschein: Die Lithium-Ionen-Batterie kriegt eine größere Zellkapazität (von 20 auf 34 Amperestunden) und mehr Energiegehalt (11,6 statt 7,1 kWh). Und der E-Motor erstarkt um zwölf auf 143 PS. Insgesamt stehen nun also 374 PS zur Verfügung. Die rein elektrische Reichweite wächst beim i8 Coupé auf 55 Kilometer, der i8 Roadster soll 53 Kilometer schaffen. Mit aktivierter eDrive-Taste kann nun außerdem bis 120 km/h rein elektrisch gefahren werden.

60 Kilo mehr
Gut für Freunde der frischen Luft: Der i8 Roadster ist dem Coupé sehr ähnlich. Er nutzt die gleiche CFK-Zelle, deren hervorragende Steifigkeit für zwei sehr positive Effekte verantwortlich ist: Das Verdeck kann relativ groß ausfallen und es sind kaum zusätzliche Versteifungsmaßnahmen nötig. Entsprechend wiegt der Roadster lediglich 60 Kilo mehr als das Coupé. 1.595 Kilo im Ganzen. Die Scherentüren bleiben ihm dabei erhalten, hier allerdings in rahmenloser Form.

Schlaues Verdeck mit Teilen aus dem 3D-Drucker
Das Verdeck des BMW i8 Roadster ist aus Stoff und bewegt sich "praktisch geräuschlos" (womit es dann ja ganz gut zum Antrieb des Autos passt). Es öffnet und schließt in 15 Sekunden und das bis zu Geschwindigkeiten von 50 km/h. Außerdem ist es ein einnehmend raffiniertes Stück Technik, weil es sich in einer Art Z-Faltung vertikal im Heck verstaut und somit einen Haufen Platz spart. Platz für einen zusätzlichen Stauraum von 100 Litern zwischen Sitzen und Verdeckkasten. Ebenfalls sehr ansprechend: Die Aluminiumteile der Verdeckmechanik stammen aus dem 3D-Drucker. Es lebe die Zukunft. Weniger futuristisch, aber sicher sehr angenehm: Die Heckscheibe fährt bei offenem Verdeck automatisch um 30 Millimeter nach oben und agiert so als eine Art Windschott, kann per Knopfdruck aber auch wieder abgesenkt werden, falls Ihnen Ihre Frisur egal ist.

Neue 20-Zöller
Unter all der schlauen Mechanik steckt natürlich das gleiche Setup wie im i8 Coupé. Neu ist ein Fahrwerks-Upgrade mit strafferer Wankstabilisierung und leichteren (immer noch verdammt schmalen) 20-Zöllern. Der 1,5-Liter-Dreizylinder schickt seine 231 PS und 320 Newtonmeter nach wie vor an die Hinterachse, der Elektromotor kümmert sich um die Vorderräder. Im Zuge der Facelift-Optimierungen wurde allerdings dafür gesorgt, dass der E-Motor deutlich häufiger alleine arbeitet und der Verbrenner so oft es geht ausbleibt. Über die diversen Fahrmodi des i8 kann man hier aber auch manuell eingreifen. Wer alles abruft, was BMWs offener Hybrid-Sportler zu bieten hat, schießt in 4,6 Sekunden von 0-100 km/h. Das i8 Coupé schafft den Standardsprint in 4,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt in beiden Fällen bei 250 km/h.

Ab Mai 2018
Die Verbräuche liegen laut BMW bei 2,1 Liter für den i8 Roadster und 1,9 Liter für das i8 Coupé. Das entspricht 46 beziehungsweise 42 Gramm pro Kilometer CO2. Beide Werte sind in der Realität natürlich eher Quatsch, aber wenn Ihr Gasfuß leicht und der E-Motor oft an ist, dann können Sie vielleicht mal in die Nähe dieser Werte kommen. Preise für sein frisches i8-Doppel nennt BMW bisher nicht. Der Marktstart erfolgt im Mai 2018.

Lesen Sie auch:

Der BMW i8 Roadster ist endlich da