IIHS-Crashtest: Saab 9-3 Cabriolet siegt
Amerikanisches Institut testet den offenen Schweden auf Crashsicherheit
Das Saab 9-3 Cabrio hat die 2007er-Crashtestrunde des amerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) gewonnen. Dabei halfen dem Schweden vor allem seine aktiven Kopfstützen und die im Notfall automatisch ausfahrenden Überrollbügel. Mit dem positiven Resultat tritt das Cabrio in die Fußstapfen der 9-3 Limousine, die bei den IIHS-Tests drei Jahre in Folge die Spitzenauszeichnung "Top Safety Pick" (also erste Wahl bei der Sicherheit) erreichte.
Das IIHS ist eine private, von verschiedenen Kfz-Versicherungen gegründete Organisation, die regelmäßig Crashtests durchführt. Um zu den Tests überhaupt zugelassen zu werden, müssen Fahrzeuge über ein elektronisches Stabilitätsprogramm und Cabriolets zusätzlich über Überrollbügel verfügen. Damit die Auszeichnung Top Safety Pick erreicht wird, müssen die drei geforderten Testabschnitte außerdem mindestens mit einem ,gut" absolviert werden. Der IIHS-Frontalcrash bewertet die Karosseriesteifigkeit sowie das potenzielle Verletzungsrisiko des Fahrers bei einem Aufprall mit 64 km/h auf eine feststehende verformbare Barriere – bei einer vierzigprozentigen Überlappung auf der Fahrerseite. Dieser Vorgang entspricht also im Wesentlichen dem beim europäischen EuroNCAP-Test.
Der Seitenaufprall ähnelt ebenfalls den europäischen Testkriterien. Hier lässt IIHS ein Hindernis in der Größe eines SUVs mit dem stehenden Fahrzeug kollidieren. Dieses prallt mit einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern im Bereich der Fahrerseite auf den stehenden Pkw. Dabei wird auf die Karosserie-Steifigkeit und das potenzielle Verletzungsrisiko für den Fahrer und eine hinter diesem sitzende Person getestet. Als dritten Test sieht EuroNCAP einen seitlichen Pfahlaufprall vor. Dagegen schreiben die Amerikaner einen Heckaufprall vor. Sie montieren einen Sitz samt Dummy auf einen Schlitten. Letzterer wird auf 16 km/h beschleunigt und dann innerhalb von 0,1 Sekunden zum Stehen gebracht. So soll die Auswirkung eines Heckaufpralls mit 32 km/h simuliert und der Schutz gegen Nackenverletzungen überprüft werden. Die europäische Crashnorm sieht keinen Heckaufprall vor.
Bildergalerie: Erste Wahl bei Sicherheit
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