Topmodelle der A4-Baureihe besitzen dank Kompressor eine Leistung von 333 PS

Mit dem S4 und dem S4 Avant bringt Audi die neuen Topmodelle der A4-Baureihe an den Start. Anders als beim Vorgänger, wird es die S-Modelle der A4-Baureihe nur als Limousine und als Kombi geben. Publikumspremiere werden die beiden neuen Modelle vom 2. bis zum 19. Oktober 2008 auf dem Pariser Autosalon feiern.

Starker Sechszylinder
Angetrieben werden die Flaggschiffe von einem Dreiliter-V6 mit Direkteinspritzung und mechanischer Aufladung. Das 3.0-TFSI-Aggregat leistet 333 PS und beschleunigt den S4 in 5,1 Sekunden auf 100 km/h, beim S4 Avant dauert es eine zehntel Sekunde länger. Der V6 schöpft seine Kraft aus 2.995 Kubikzentimeter und stemmt bei 2.500 Umdrehungen sein Maximum von 440 Newtonmeter. Dank der extrem kurzen Gaslaufwege soll der Kompressor-V6 spontan am Gas hängen und noch agiler als ein Saugmotor mit gleichem Hubraum sein. Im Mittel begnügt sich die Limousine mit 9,7 und der Avant mit 9,9 Liter Kraftstoff pro 100 km. Das sind immerhin 3,4 Liter weniger als beim V8-Vorgängermodell, der mit 4,2 Liter Hubraum eine Leistung von 344 PS generierte.

Optionales Doppelkupplungsgetriebe
Serienmäßig strömen die Kräfte des V6 im S4 und im S4 Avant auf ein Sechsgang-Getriebe. Als Alternative offeriert Audi das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe S tronic. Der Fahrer kann einen vollautomatischen Modus wählen, die Gänge mit Wippen am Lenkrad oder direkt am Schaltknauf wechseln.

Variable Kraftverteilung dank Allradantrieb
Der permanente Allradantrieb bringt die Kraft unter normalen Fahrbedingungen zu 40 Prozent auf die vorderen und zu 60 Prozent auf die hinteren Räder. Falls es die Fahrsituation erfordert, kann er die Verteilung innerhalb von Sekundenbruchteilen variieren. Der quattro-Antrieb soll im Vergleich zu den Wettbewerbern mit Heckantrieb ein sicheres Eigenlenkverhalten, hohe Stabilität und eine überlegene Traktion garantieren.

Kein Über- und Untersteuern mehr
Als ideale Ergänzung zum Allradantrieb bietet sich das neue aktive Sportdifferenzial an. Beim Anlenken oder Beschleunigen in der Kurve schickt es den Großteil der Kraft gezielt zum kurvenäußeren Hinterrad und drückt so das Auto förmlich in die Kurve hinein. Das System wirkt laut Audi jeder Tendenz zum Untersteuern sowie zum Übersteuern schon im Ansatz entgegen. Für den Fahrer bedeutet das einen geringeren Lenkaufwand und eine noch höhere Querbeschleunigung.

20 Millimeter tiefer
Das Fahrwerk der beiden S-Modelle erhielt steifere Achslager, die sportliche Abstimmung mit den straffen Dämpfern bringt die Karosserie im Vergleich zum serienmäßigen A4 20 Millimeter näher an die Straße. Hinter den Aluminiumgussrädern in 18 Zoll sitzen große Bremsen, die sich durch hohe Leistung und Standfestigkeit auszeichnen sollen. An der Vorderachse sind die schwarz lackierten Bremssättel mit S4-Logos dekoriert.

Verstellbare Charakteristik
Eine weitere Neuerung im S4 und S4 Avant ist das Fahrdynamiksystem Audi drive select. Es hat Einfluss auf die Charakteristik der Gasannahme, die Schaltpunkte der Siebengang-S-tronic und die Unterstützung der geschwindigkeitsabhängigen Servotronic-Lenkung. Der Fahrer hat per Tastendruck die Wahl, diese Systeme in den Modi ,comfort", ,auto" oder ,dynamic" arbeiten zu lassen. Wenn das Bediensystem MMI an Bord ist, steht eine vierte Ebene parat, die der Fahrer selbst nach seinen persönlichen Wünschen programmieren kann.

Bei den Dämpfern kommt Hightech zum Einsatz
Audi drive select ist nur in Kombination mit einer oder mehreren von drei weiteren Technologien erhältlich: dem Sportdifferenzial, der adaptiven Regelung für die Stoßdämpfer und der Dynamiklenkung. Bei der adaptiven Dämpferregelung sind hydraulische Gasdruckdämpfer im Einsatz, die mit zusätzlichen, elektrisch angesteuerten Ventilen operieren. Sie regeln den Durchfluss der Hydraulikflüssigkeit und damit die Charakteristik der Dämpfung. Ein High-Performance-Steuergerät analysiert die Signale, die es von 14 Sensoren geliefert bekommt, und berechnet 1.000 Mal pro Sekunde die Dämpfkraft individuell pro Rad.

Athletische Figur
Zu den Modifikationen beim Außendesign gehören die speziellen Schürzen, die Außenspiegel in Aluminium-Optik, die 18-Zoll-Leichtmetallräder, die seitlichen Schwellerleisten, die dezenten Spoiler am Heck und die Vierfach-Auspuffanlage. Xenon Plus-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht und Heckleuchten in LED-Technik sollen weitere Akzente setzen. Im Innenraum finden Sportsitze mit elektrischen Lordosenstützen und ausziehbaren Oberschenkelauflagen ihre Verwendung. Die grauen Zifferblätter mit weißen Zeigern tragen ebenso S4-Embleme wie das Multifunktions-Sport-Lederlenkrad und der Schlüssel. Das Interieur ist in Schwarz gehalten, die Dekoreinlagen in gebürstetem Aluminium. Neben Karbon und Birkenholz steht hier auch Edelstahlgewebe zur Wahl. Audi startet die Auslieferung seiner neuen S-Modelle ab März 2009. Zu den Preisen schweigen sich die Ingolstädter bislang noch aus.

S geht noch schneller