Der Shelby 1000 ist der kränkste Ford Mustang der Welt

Aufgemotzte Ford Mustangs gibt es wie Sand am Meer. Eine der seriösesten Anlaufstellen für gepimpte Exemplare ist Shelby American, 1962 gegründet vom legendären Carroll Shelby, der einst die AC Cobra zu einem der heißesten Boliden überhaupt gemacht hat. Shelby American ist gleichzeitig für das Top-Modell der Ford-Mustang-Baureihe verantwortlich, den Shelby GT500. Das Modell protzt zum im Herbst beginnenden 2013er-Modelljahr mit 660 PS aus einem 5,8-Liter-V8 mit Kompressoraufladung. Im Vergleich zu dem, was Shelby American auf die Straße loslässt, wirkt das nur wie ein laues Lüftchen. Die US-Firma bietet nämlich nun den Shelby 1000 an. Er basiert noch auf dem schwächeren 2012er-GT500, in dem serienmäßig ein 5,4-Liter-Kompressor-V8 mit 558 PS bollert. Kein Grund zum Traurigsein, die ,1000" im Namen des Shelby-Hammers lassen schließlich allerhand erwarten.

Eine Renn- und eine Straßenversion
In der Tat steht die Zahl 1.000 grob für die Leistung in Horsepower (HP). Umgerechnet wären das 1.012 PS. Um das Ganze aber etwas komplizierter zu machen: Es gibt zwei Varianten des Shelby 1000, die beide trotz des Namens nicht diese Leistung bieten. Die ,Normale" ist für den Straßeneinsatz gedacht und bringt ,nur" 950 HP, also 963 PS. Mit dem Shelby 1000 S/C soll man sich dagegen auf der Rennstrecke amüsieren. Demnach bietet dieser auch noch eine ganze Ecke mehr Schmackes, nämlich mindestens 1.100 HP – gigantische 1.115 PS. Wie gesagt, mindestens, denn Shelby stellt dem Wert das kleine Wörtchen ,über" voran.

Shelby-Magie für den Motor
Um die Leistung zu realisieren, hat das Team von Shelby American den GT500-Motor bis zum Block zerlegt und dann neue Pleuel und Kolben sowie eine andere Kurbelwelle und eine größere Ölwanne eingebaut. Damit nicht genug: Die Zylinderköpfe werden gehont, die Kühlung verbessert, eine neue Abgasanlage eingebaut und der Kompressor getauscht.

Starke Stopper und Fahrwerktuning
Damit der getunte Mustang kontrollierbar bleibt, verbaut Shelby vorne und hinten größere Bremsen sowie neue Federbeine, Stabis und Stabibuchsen. Dazu kommt noch eine stärkere Antriebswelle. Äußerlich erkennt man den Shelby 1000 an entsprechenden Emblemen, einer Motorhaube mit großem Luftauslass oben, 20-Zöllern und einem speziellen Spoilerpaket. Von dem Monster-Mustang soll es nur eine limitierte Anzahl geben. Wie viel gebaut werden, hat Shelby American nicht mitgeteilt. Angesichts eines Umbaupreises von 149.995 US-Dollar (aktuell zirka 114.000 Euro) für die Straßen- und 154.995 US-Dollar (rund 117.200 Euro) für die Rennversion dürfte der Abnehmerkreis beschränkt bleiben. Ein kompletter Shelby 1000 – also inklusive des Basisfahrzeugs GT500 – haut mit rund 200.000 US-Dollar ins Kontor. Das sind umgerechnet derzeit rund 150.000 Euro, wobei da natürlich, wie in den USA üblich, noch die Mehrwertsteuer dazugerechnet werden muss. Da aber ein ähnlich starker Bugatti Veyron locker zehn mal mehr kostet, wirkt der Shelby 1000 dagegen wie ein Supersonderangebot.

Gallery: Über 1.100 PS