Manhart Racing MH3 V8 RS Clubsport

Ein BMW M3 bringt schon von Haus aus ordentlich Power mit. Wem das aber nicht genügt, für den hat Manhart Racing die passende Lösung. Die Performance-Spezialisten aus Geilenkirchen zünden beim bayerischen Sportler die nächste Raketenstufe und katapultieren den 3er in den Supersportwagen-Himmel. Trotz seines aggressiven Auftretens bekommt der 250.000-Euro-Bolide vom TÜV sogar die Straßenzulassung.

Stärker als ein Lamborghini Aventador
Für den brachialen Vortrieb im MH3 sorgt ein 4,4-Liter-V8, der normalerweise seinen Platz im X6 M hat. Manhart dreht an der Leistungsschraube etwas nach und entlockt dem Biturbo-Triebwerk 750 statt der üblichen 555 PS. Zu diesem Zweck kommen unter anderem modifizierte Turbolader, ein größerer Ladeluftkühler sowie verstärkte Kolben und Pleuel zum Einsatz. Weiterhin wurden das Kühlerpaket des X6 M sowie ein Zusatz-Ölkühler installiert. Der 1.590 Kilogramm schwere 3er fliegt in nur 3,2 Sekunden auf Tempo 100 und soll laut Tuner sogar weit über 350 km/h schaffen. Die Manhart-Clubsport-Variante des M3 bringt ein Leistungsgewicht von 2,12 PS pro Kilogramm auf die Straße. Damit kann sogar der brandneue Lamborghini Aventador nicht mithalten, beim italiensichen Stier nimmt jedes PS 2,25 Kilogramm (700 PS, 1.575 Kilogramm) huckepack. Im Manhart-3er überträgt eine Sechsgang-Sportautomatik aus dem X6 M das maximale Drehmmoment von 910 Newtonmeter auf die Hinterachse. Um den bayerischen Überflieger wieder auf den Boden zu holen, verbaut der Tuner vorne 396 mal 34 Millimeter dicke Scheiben mit Sechs-Kolben-Festsätteln und 380 mal 32 Millimeter Scheiben mit Vier-Kolben-Sätteln hinten. Vier 80-Millimeter-Endrohre und eine komplett aus Titan gefertigte Abgasanlage mit zwei Rennkatalysatoren sollen für eine Gänsehaut-Akustik sorgen.

Zahlreiche Karosserieteile aus Karbon
Die Clubsport-Variante von Manhart wird in Lamborghini-Orange lackiert und mit zahlreichen Karbon-Karosserieteilen ausgestattet. So sind Motorhaube, Kofferraumdeckel, Seitenschweller, Frontspoiler, Außenspiegelgehäuse, Heckdiffusor und Radlaufkästen aus dem kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff. Auch der überdimensionale Heckflügel in Motorsport-Optik besteht aus dem gleichen Leichtbaumaterial. Ganz neu im Sortiment von Manhart Racing sind die 20 Zoll großen und konkav geformten Schmiederäder, die auf 255/30er Reifen vorne und dicken 325/25er Gummiwalzen hinten aufgezogen sind. Für eine bessere Bodenhaftung sorgt laut Tuner das Clubsport-Gewindefahrwerk, das den M3 noch näher an den Asphalt rückt.

Viel Karbon und Alcantara für innen
Im Innenraum steht neben Leichtbau das Thema Sicherheit an erster Stelle. Der M3 bekommt neben den Vollschalensitzen aus Karbon auch ein Kohlefaser-Interieurpaket. Feines Alcantara ziert die Türverkleidungen, den Dachhimmel und den Kofferraum. Bestens im Griff hat der Pilot den Boliden mit dem BMW-Performance-Lenkrad mit beleuchteten Schaltwippen, während ihn ein in die Mittelkonsole integriertes Zusatzdisplay über Ladedruck, G-Kräfte sowie Beschleunigungs- und Höchstgeschwindigkeits-Bestwerte informiert. Sicher umschlossen werden die Insassen von einem in Wagenfarbe lackierten Überrollkäfig mit Kreuz und Flankenschutz.

Gallery: M3-Rakete für die Straße