VW auf der Internationalen Auto Show in São Paulo

São Bernado do Campo (Brasilien), 17. Oktober 2014 – Was macht die südamerikanische Autoindustrie, wenn es Neuheiten zu präsentieren gibt? Sie versammelt sich alle zwei Jahre auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in São Paulo. Vom 30. Oktober bis zum 9. November 2014 ist es wieder soweit. Volkswagen hat zwei Sondermodelle im Gepäck: einen alten Bekannten und einen echten Südamerikaner.

Der Saveiro
Kennen Sie den VW Gol? Die Mischung aus Polo und Golf ist seit 1987 in Brasilien unangefochten die Nummer eins der Verkaufsstatistik. Kein Wunder, dass der Bestseller einige Karosserieabwandlungen erhielt. Eine von ihnen ist das Pick-up-Modell Saveiro. Der Lademeister wird seit 1983 produziert. In Deutschland gab es von 1983 bis 1992 ein Pendant namens VW Caddy. Der kleine Pick-up brachte es hierzulande aber nur auf eine erste Generation. In Südamerika startete im Jahr 2013 die mittlerweile sechste Generation des Gol-Pick-ups. Auf der Automobil-Ausstellung haben die VW-Konstrukteure aus Übersee ein Sondermodell dabei. Die Edition namens Super-Surf wird seit 2002 für das jeweils aktuelle Saveiro-Modell angeboten.

Sondermodell Super-Surf
Neben der Standard-Ausrüstung zeichnet den neuen Singlecab-Pick-up ein wabenförmiger Frontgrill mit Chromleiste aus. Die Nebelscheinwerfer sind ab Werk in die Frontschürze integriert. Außerdem serienmäßig sind die elektrisch einstellbaren Außenspiegel, eine Klimaanlage und Front-Airbags. Der Super-Surf ist gegenüber dem Serienwagen um 27 Millimeter höher gelegt. So ergibt sich eine Bodenfreiheit von 192 Millimeter.

Ethanol- und Benzinbetrieb
Für den nötigen Vortrieb im Surfer-Pick-up sorgt eine 1,6-Liter-Maschine, die mit Ethanol betrieben – typisch für den südamerikanischen Fahrzeugmarkt – auf eine Leistung von 104 PS kommt (101 PS mit Benzin). Zur Weiterleitung der Motorkraft ist ein Fünfgang-Schaltgetriebe an Bord. Verzögert wird mit serienmäßigen Scheibenbremsen an allen vier Rädern.

Scharfer Fuchs
Und der alte Bekannte? In Europa wurde der dreitürige Kleinstwagen VW Fox ab 2005 als Lupo-Nachfolger angeboten. 2011 hat der Up den kleinen Fuchs dann abgelöst. In Südamerika wurde der Fox nie von einem neuen Modell ersetzt, ist darüber hinaus auch als Fünftürer erhältlich und erhielt 2009 ein umfangreiches Facelift. Die aktuelle Fox-Generation steht jetzt als scharfes Sondermodell namens ,Pepper" auf der Automobil-Ausstellung in São Paulo.

Die Ausstattungsmerkmale
Als Basis dient der Fox in der Ausstattungslinie ,Highline". Der pfefferige Kleinstwagen kommt mit schwarzen 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, mit einem schwarzen Dach und einer roten Sonderlackierung. Darüber hinaus erhält der sportlicher wirkende Kleine eine neue Frontstoßstange sowie einen wabenförmigen Grill, allerlei Chrom-Applikationen, veränderte Seitenschweller, einen angedeuteten Heckdiffusor und serienmäßige Nebelscheinwerfer.

Der Antrieb
Als Antrieb kommt ein 1,6-Liter-Vierzylinder zum Einsatz, der mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt wird. Der Motor läuft vorzugsweise mit Ethanol und generiert aus dem Alkohol-Treibstoff 120 PS. Das reicht, um den kleinen Brasilianer mit deutschen Wurzeln in 9,8 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. Ist Benzin im Tank, dann dauert der Spurt 0,5 Sekunden länger.

Preise und Markteinführung für Südamerika
Wann die Sondermodelle Fox Pepper und Saveiro Super-Surf in Serie gehen, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch zu den möglichen Preisen hält sich Volkswagen do Brasil noch bedeckt. Nähere Informationen wird es wohl nach der Automobil-Ausstellung in São Paulo geben. In Europa werden die Modelle aber wie gewohnt nicht erhältlich sein.

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