Noelle tunt das BMW 650i xDrive Gran Coupé

Downsizing, das vielleicht wichtigste Motorenbau-Schlagwort der Gegenwart, ist für Karl-Otto Noelle beinahe schon ein alter Hut: Bereits in den 80er-Jahren setzte der Motorenexperte auf (relativ) kleine Hubräume und Turboaufladung. So entlockte der damalige Alpina-Motorenchef bereits im Jahr 1989 dem 3,4-Liter-Reihensechszylinder des Alpina B10 Biturbo im Gewand des BMW 5er (E34) dank doppelter Zwangsbeatmung stolze 360 PS.

622 statt 450 PS
Die aktuelle BMW-Motorenpalette kommt dem Turbo-Liebhaber entgegen, denn da herrscht Downsizing. Doch schlummert noch Potenzial in den Motoren, meint Noelle. Am serienmäßig 450 PS starken BMW 650i xDrive Gran Coupé zeigt er, was möglich ist. Nach der Installation eines Leistungskits kommen 622 PS heraus. Das Kit besteht aus modifizierten Turboladern, Downpipes mit Sportkatalysatoren, Endschalldämpfern mit Klappensteuerung sowie einer Kennfeldoptimierung inklusive Aufhebung des Vmax-Limits. Der 4,4-Liter-Biturbo-V8 schickt damit 650 statt 773 Newtonmeter in den Antriebsstrang. So sprintet das Gran Coupé in 3,7 Sekunden auf 100 km/h, während das normalerweise 4,4 Sekunden dauert. Damit ist der Wagen nur mehr zwei Zehntel langsamer als das M6 Gran Coupé, bei Nässe dürfte er dank Allradantrieb sogar schneller sein.

Instrumente aus dem M6
Die aus dem M6 stammende Instrumenteneinheit ist ein Highlight des Innenraums. Auf das BMW-Individual-Interieur abgestimmt ist die kupferfarbene, matte Außen-Folierung. Hinzu kommen 20-zöllige Alufelgen mit Reifen der Größen 245/35R20 und 275/30R20. Die Endrohre im Originaldesign machen den Noelle-6er dagegen zum Wolf im Schafspelz.

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