Weißer Riese mit Langstrecken-Qualität

Ist es nicht so, dass der erste Eindruck immer der wichtigste ist? Zumindest sagen das ja alle. Und dann steht da so ein Auto: groß, schwer, weiß – und das Erste, was dir durch den Kopf schießt ist: ,Moby Dick". Kann man dieses Auto dann mögen? Kann man es hübsch finden? Ja kann man. Denn schon nach wenigen Augenblicken fällt auf, der 640d als Gran Coupé ist keinesfalls ein Wal. Er ist zwar eigentlich mehr Gran Turismo als Coupé, aber ihn mit einem riesigen Meeres-Ungeheuer zu vergleichen, wäre einfach nicht gerecht.

Elegante Form mit Detailverbesserungen
Das Gran Coupé ist die vollkommenste Form des BMW 6er. Sicken und Wölbungen ziehen sich auf fünf Meter über die lange Motorhaube und das flache Dach. Elf Zentimeter mehr Radstand als bei Coupé oder Cabrio geben Raum für zwei zusätzliche rahmenlose Türen. Die seit dem Facelift im Sommer 2015 neue Frontschürze mit einem optisch ungeteilten Lufteinlass unterstreicht jetzt noch stärker die breite Spur. Nur noch neun statt zehn charakteristische Nieren-Stäbe deuten durch größere Kühlöffnungen auf die starke Motorenpalette hin. Die LED-Nebelscheinwerfer werden nun von einer hochglanz-schwarzen Zierspange eingefasst und die serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfer überschneiden sich jetzt im oberen Bereich mit der sogenannten Akzentblende, die den Blinker beherbergt.

,Hofmeisterknick" im Eisköniginnen-Kleid
Über die neu geformten Außenspiegel wandert der Blick zum hinteren Bereich der Fondtüren. Dort lenkt seit kurzem ein Gran-Coupé...