Volkswagen beim 35. Wörthersee-Treffen

Mit einem neuen Veranstaltungskonzept wartet das 35. GTI-Treffen (4. bis 7. Mai 2016) in Reifnitz am Wörthersee auf: Unter dem Motto ,Back to the Roots" wird den Autos mehr Platz eingeräumt, damit die Autobegeisterten wieder voll auf ihre Kosten kommen. Stände mit Produkten, die nichts mit Autos zu tun haben, sind nicht mehr zugelassen. Und so gibt es in diesem Jahr mehr Platz für die schönen Autos der Fans, zum Laufen, Sitzen und Schauen.

Volkswagen mit dem GTI im Mittelpunkt
Auch der VW-Konzern hat sich auf die Wurzeln des GTI-Treffens besonnen. Gab es in den Vorjahren noch große Stände von Skoda und Seat, so konzentriert man sich in diesem Jahr einzig auf die Marke VW und hier auf den Golf GTI. Ein offenes Standkonzept und ein ansprechendes Programm sorgen für frischen Wind in der Selbstdarstellung der Wolfsburger Marke.

Exklusiver Golf GTI Clubsport S
Da passt es natürlich, dass Volkswagen nur wenige Tage zuvor mit dem exklusiven GTI-Modell Clubsport S einen Spitzeneintrag im Guinessbuch der Rekorde vermelden konnte. Der 310 PS starke Top-GTI brach auf der Nürburgring-Nordschleife mit 7:49,21 Minuten den bisherigen Rekord für frontgetriebene Serienfahrzeuge und ist daher mit Rekordfahrer Benny Leuchter ständig umringter Star auf dem VW-Stand in Reifnitz.

Preis jetzt bekannt: 40.000 Euro
400 Exemplare wird es vom Golf GTI Clubsport S geben. Er ist die stärkste Serienversion, die Volkswagen bislang vom Golf auf den Markt gebracht hat. In Reifnitz hat VW auch den Preis bekannt gegeben: Passend zu 40 Jahre GTI und der 400er-Verkaufsauflage wird das Auto geradeweg 40.000 Euro kosten.

GTI Heartbeat und Performance 35
Traditionell bauen die Lehrlinge der VW-Werke in Wolfsburg und Zwickau für das GTI-Treffen Golf-Unikate für die Showbühne in Reifnitz. Diesmal stellt der Nachwuchs aus Wolfsburg den GTI Heartbeat vor. Der ist 400 PS stark – das sind 10 PS für jedes der 40 GTI-Jahre. Die Azubis aus Zwickau sind mit dem Golf R Variant Performance 35 zum Wörthersee-Treffen gekommen. 350 PS wummern hier unter der Fronthaube – 10 PS für jedes Jahr des Wörthersee-Treffens.

Zeitreise durch 40 Jahre Golf GTI
Doch VW hat noch einiges mehr im Köcher: Eine Zeitreise durch 40 Jahre Golf GTI bieten alle sieben Generationen der Ikone, vom GTI der ersten Stunde bis hin zum aktuellen GTI und dem GTI Clubsport. Dazu reisten Anton Konrad und Gunhild Liljequist an, die wesentlich an der Entstehung des ersten Golf GTI Teil hatten. Konrad, von 1972 bis 1977 Chef der Motorpresse von VW, traf sich seinerzeit sonntags bei Kaffee und Kuchen mit dem ,Sechserkreis", um zu besprechen, wie man einen sportlichen VW machen könnte. Bei ihm zu Hause konnte man nämlich den störenden ,Bedenkenträgern" aus dem Weg gehen.

Der erste Golf GTI
In Zeiten der ersten Ölkrise, also ab 1973, war bei VW nämlich nichts Sportliches gefragt. Irgendwie schaffte man es aber doch, ein Fahrzeug auf die Beine zu stellen, indem man nur verwendete, was das VW-Teileregal ohnehin schon hergab, und das alles perfekt aufeinander abstimmte. Der moderne Einspritzmotor stammte übrigens vom kommenden Audi 80 und kein Geringerer als der damalige Audi-Entwicklungschef Ferdinand Piëch erteilte die entsprechende Freigabe. Der spätere VW-Vorstand Toni Schmücker gab dann grünes Licht für eine Serie von zunächst 5.000 Stück. Als man das 110 PS starke Kompaktauto dann den VW-Händlern vorstellte, wollten die 50.000 Exemplare haben, die sie dann ab 1976 auch bekamen.

Mit Schottenkaro und Golfball
Gunhild Liljequist, ebenfalls extra zum Wörthersee-Treffen 2016 gekommen, war seit 1964 Interieur-Designerin bei Volkswagen. Die gelernte Porzellanmalerin hatte schon so legendäre Sondermodelle wie den Jeans-Käfer gestaltet oder das Golf I Cabriolet Quartett. Für den GTI ließ sie sich von Reisen nach ,Swinging" London inspirieren, von wo Sie sich zuvor einen Schottenrock mitgebracht hatte. Infolgedessen bekam der erste GTI das berühmte Schottenkaro für die Sitzbezüge. Ach ja, der Golfball als Griff oben auf dem Schalthebel war auch ihre Idee.

Golf TCR für den Rennsport
Ein weiteres Highlight auf dem VW-Stand in Reifnitz ist der neue, 330 PS starke Golf TCR, die Rennsportversion des Golf von Volkswagen Motorsport für die internationale Tourenwagenmeisterschaft. Direkt daneben ist der Polo R WRC aus ausgestellt, den Volkswagen unter anderen mit Fahrer Sébastien Ogier erfolgreich in der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft einsetzt.

Für China: Lamando GTS
Und etwas versteckt, auf der anderen Straßenseite gegenüber vom großen VW-Stand haben wir noch eine Neuheit entdeckt: Der Volkswagen Lamando GTS hat am Wörthersee seine Weltpremiere. Wie, ,Lamando" kennen Sie nicht? Müssen Sie auch nicht. Der kommt aus China und ist für China. Dort sind Stufenheck-Limousinen aller Größen (neben SUVs) bekanntlich sehr beliebt. Technisch basiert der Lamando auf dem Scirrocco GTS, der aus einem Zweiliter-Turbo-Benzindirekteinspritzer 220 PS holt. Antrieb und Armaturenbrett sind nahezu identisch, der Radstand ist verlängert.

Es bleibt spannend
Auch der Lamando für China ist ja irgendwie ein später Abkömmling des Golf GTI und so sind wir gespannt, wie die Geschichte des GTI und des GTI-Treffens in den nächsten Jahren weitergehen wird. Für dieses Jahr rechnen die Veranstalter mit 100.000 bis 150.000 Besuchern – und das sommerliche Wetter spielt ja auch mit.

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