Tatsächlicher Verbrauch: Jeep Compass Mildhybrid (2026) im Test
Wie hoch ist der Verbrauch des Jeep Compass mit 145 PS 1.2 Mildhybrid-Benziner im realen Verkehr?
Der Jeep Compass (Modelljahr 2026) ist komplett neu, basiert allerdings uf der Stellantis-Plattform STLA Medium, wird in Italien in Melfi gebaut und wird erstmals auch vom neuen 1,2‑Liter Mildhybrid (weiterentwickelt) mit 145 PS angetrieben, der eine gute Effizienz verspricht, kombiniert mit einem 6‑Gang-Doppelkupplungsautomatikgetriebe und Frontantrieb.
Um die realen Verbrauchswerte zu überprüfen, haben wir den Jeep wie gewohnt im Realverbrauchstest von Rom nach Forlì gefahren. Auf dieser Strecke wurde ein Durchschnitt von 4,65 l/100 km (21,51 km/l) erreicht – für ein 4,55 Meter langes SUV mit rund 1,5 Tonnen Gewicht ein ordentlicher Wert. Die Kraftstoffkosten auf den 360 km lagen bei 30,08 Euro.
- Jeep Compass (2026): Daten des Tests
- Jeep Compass (2026): Testverbrauch
- Jeep Compass (2026): Verbrauch der Konkurrenz
- Jeep Compass (2026): Fahreindrücke
Jeep Compass (2026): die technischen Daten
| Ausstattung | Jeep Compass e-Hybrid Business |
| Grundpreis | 42.400 Euro |
| Testdatum | 10. April 2026 |
| Wetter (Start/Ziel) | Heiter, 26 °C / Heiter, 19 °C |
| Kraftstoffpreis | 1,797 Euro/l (Benzin) |
| Gesamtkilometerstand zu Beginn der Testfahrt | 7.505 km |
| Gesamtkilometerstand am Ende der Testfahrt | 8.280 km |
| Durchschnittsgeschwindigkeit Rom – Forlì | 69 km/h |
| Reifen | Pirelli Cinturato Winter 3 225/60 R18 104V M+S XL (EU-Reifenlabel: C, A, 72 dB) |
Jeep Compass (2026): Testverbrauch
Die einzige Strecke, auf der der neue Jeep Compass beim Verbrauch etwas zu kämpfen hat, ist die Autobahn. Im urbanen und außerstädtischen Mix bleibt er dagegen auf dem Niveau, das für SUVs dieser Klasse – ob als Benziner oder Mildhybrid – typisch ist.
Jeep Compass e-Hybrid (2026) – Testfahrt
Für hohe Reichweiten sorgt der 55‑Liter-Tank, mit dem ich eine minimale Reichweite von über 680 Kilometer mit einer Tankfüllung dokumentieren konnte. Außerhalb der Stadt, auf einer für den Verbrauch idealen Strecke, sind theoretisch auch mehr als 1.400 Kilometer bis zum nächsten Tankstopp möglich.
Jeep Compass (2026): der reale Kraftstoffverbrauch
| Strecke | Verbrauch und theoretische Reichweite |
|
6,0 l/100 km (16,6 km/l) 913 km theoretische Reichweite |
| Autobahn |
|
| Sparfahrt |
|
| Tatsächlicher Durchschnittsverbrauch | 4,65 l/100 km (21,51 km/l) |
| Bordcomputer | 4,8 l/100 km |
| An der Tankstelle | 4,5 l/100 km |
Jeep Compass (2026): die technischen Daten
- Antrieb: Hybrid (Benzin, 1.199 cm³)
- Leistung: 100 kW
- CO2-Emissionen (WLTP): 129 g/km
- Leergewicht: 1.560 kg
- Leistungsgewicht: 61,162 kW/t
- Homologation: Euro 6E-BIS (Risp Reg UE 715/2007*2023/443EB)
Jeep Compass (2026): Wie hoch sind die Spritkosten?
| Kosten | Kosten |
| Tatsächliche Kosten (Rom–Forlì) | 30,08 Euro |
| Monatliche Kosten (800 km pro Monat) | 66,85 Euro |
| Reichweite mit 20 Euro | 239 km |
| Reichweite mit einer Tankfüllung | 1.183 km |
Wo sich der Jeep Compass im Vergleich zur Konkurrenz einordnet, verrät unsere aktualisierte Verbrauchs-Rangliste. Diese ist zwar in italienischer Sprache, aber ein Blick lohnt sich.
Jeep Compass (2026): Verbrauch der Konkurrenz
Der Jeep liegt im Realverbrauchs-Ranking in der Kategorie der Benziner auf einem Platz im Mittelfeld, punktgleich mit den "Cousins" Peugeot 3008 Hybrid 136 e-DCS6 und Citroen C5 Aircross Hybrid 145cv, liegt aber vor dem kompakteren Mazda CX-30 2.0L e-Skyactiv G 150 CV (4,75 l/100 km – 21,0 km/l), dem Dacia Bigster mild hybrid 130 4x4 (4,75 l/100 km – 21,0 km/l) sowie dem Alfa Romeo Tonale 1.5 Hybrid 160 TCT (5,00 l/100 km – 20,0 km/l).
Die einzigen SUV-Crossover, die weniger verbraucht haben, sind der Opel Grandland Hybrid 145cv EDCT (4,60 l/100 km – 21,7 km/l) und der kompaktere Citroen C3 Aircross Hybrid 145cv (4,35 l/100 km – 22,9), beide mit demselben 1,2‑Liter-Motor samt Steuerkette.
Jeep Compass (2026): Was mir gefallen hat – und was nicht
Das von mir gefahrene Auto ist ein Jeep Compass e-Hybrid Business, die mittlere Ausstattungslinie der Compass-Palette. Serienmäßig sind 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Full-LED-Scheinwerfer und Nebelscheinwerfer, eine automatische Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein 10-Zoll-Digitalcockpit und das 16-Zoll-uConnect-Infotainmentsystem, das Selec-Terrain-System, adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, 360°-Kamera sowie eine induktive Ladeschale fürs Smartphone.
Jeep Compass (2026), der Innenraum
Die kostenpflichtigen Optionen umfassen den Lack Antarctica mit schwarzem Dach sowie das Style-Pack inklusive Dachreling und abgedunkelten hinteren Scheiben. Damit liegt der Listenpreis bei 44.050 Euro.
| Was mir gefällt | Was mir nicht gefällt |
| Gutes Platzangebot und Ladekapazität | Motor im Verhältnis zum Gewicht etwas schwach |
| Echter Jeep-Look | Manchmal abrupte Umschaltung zwischen Elektro- und Verbrennungsbetrieb |
| Verarbeitung und Bordtechnik |
Ein Preis, der insgesamt nicht zu hoch ausfällt und zur Fahrzeugklasse, zum Motor und zu den Fahrleistungen passt – die mir allerdings nicht besonders spritzig vorkamen. Gefallen haben mir dagegen der typische Jeep-Look, der ihn eher wie einen Geländewagen als wie einen SUV wirken lässt, außerdem das ordentliche Ladevolumen und die gut funktionierende Bordtechnik.
Und so ermitteln wir den Verbrauch
Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.
Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).
Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.
Auf der Route wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.
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