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Video: Audi RS 3 im Test - Untersteuern!?

Das macht der neue Allradantrieb besser

Daniel Hohmeyer Daniel Hohmeyer

Von: Daniel Hohmeyer

3. Mär. 2022 um 17:00 Uhr

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Audi RS-Modelle haben eine lange, stolze Tradition des Untersteuerns. Wirklich schlecht waren die Autos deshalb nie und schnell waren sie sowieso! Aber sie hatten eben diese kleine Macke. Jetzt soll der neue Allradantrieb endlich dafür sorgen, dass man nicht mehr mit der Front in den Baum knallt, sondern stattdessen mit dem Heck einschlägt!

Untersteuern bedeutet übrigens, dass die Vorderräder Traktion verlieren. Man lenkt ein, nichts passiert und das Auto rutscht geradeaus. Passiert zum Beispiel, wenn man zu schnell in eine Kurve fährt. Übersteuern bedeutet, dass die Hinterräder Traktion verlieren. Man lenkt ein und wird vom Heck überholt. Ein Phänomen, das man gelegentlich nachts auf Supermarktparkplätzen beobachten kann!

Wie inzwischen üblich, klingt das Motorkonzert im Innenraum kraftvoller als außen. Geräuschvorschriften versuchen dem 2,5-Liter-Fünfzylinder den Mund zu verbieten, und haben das teilweise geschafft, doch die Sportauspuffanlage findet mit ihrer variablen Klappensteuerung akustische Schlupflöcher.

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Eine Sache wurde beim neuen Audi RS 3 definitiv nicht gelöst: die Gewichtsverteilung! 59 Prozent der Masse hängt auf der Vorderachse, 41 Prozent auf der Hinterachse. Das macht den RS 3 so kopflastig wie Wirtschaftsmathematik und liegt nicht zuletzt an der Position des Motors.

Es ist fast so als wollte Audi einen seitenverkehrten Porsche 911 erschaffen! Damit der RS 3 nicht wie ein schlecht beladener Einkaufswagen handelt, sind die Vorderreifen breiter als die Hinterreifen. Das war beim Vorgänger genauso. Neu sind allerdings einige Fahrwerksteile – zum Beispiel die Schwenklager. Der Sturz an der Vorderachse beträgt jetzt üppige 1,5 Grad! Das ist ein Grad mehr als beim gewöhnlichen A3!

Ob er dadurch zu einem schlimmeren Reifenfresser als sein Vorgänger geworden ist, kann ich nicht beurteilen. Ich hatte die Kiste nicht lange genug, um den Reifensatz zu vernichten. Wer will, kann ab Werk sogar Semislicks von Pirelli bekommen.

Das optionale Adaptivfahrwerk hat mich ziemlich überrascht. Positiv! Trotz stabiler Seitenführung lässt es den Wagen geschmeidig mit der Fahrbahn verschmelzen. Der RS 3 liegt zudem 25 Millimeter tiefer als der normale A3. Was Sie sonst noch wissen müssen, erfahren Sie im Video!

Audi RS 3 Sportback

Motor 2,5-l-5-Zylinder

Leistung 400 PS (5.600 – 7.000 U/min)

Max. Drehmoment 500 Nm (2.250 – 5.600 U/min)

Leergewicht 1.570 kg

Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (Testwagen: 280 km/h; RS-Dynamik-Paket: 290 km/h)

Beschleunigung 0-100 km/h 3,8 sek.

Verbrauch 7,1 – 11,6 l

Getriebeart 7-Gang-DKG

Länge 4.389 mm

Breite 1.851 mm

Höhe 1.436 mm

Kofferraumvolumen 282 – 1.104 l

Antrieb Allradantrieb

Anzahl der Sitze 5

Basispreis 61.500 Euro

Preis des Testwagens 79.610,01 Euro

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