Könnte der nächste Mini auf Heckantrieb umsteigen?
Die Merkmale der 1. Generation sind nicht verhandelbar, das Antriebskonzept mit einer möglichen Gen6-Plattform aber schon
Seit 2001 versucht Mini den Spagat zwischen Herritage und aktueller Technik zu meistern. Das soll auch in der nächsten Generation so bleiben. Minis Designchef hat die frühen Arbeiten an einem neuen Modell bereits bestätigt. Der soll sich bei Haltung und Proportionen stark am R50 aus 2001 orientieren.
Aber auch ein Wechsel auf die elektrische Gen6-Plattform mit Heckantrieb wird von BMWs Ingenieuren geprüft. Das wäre ein deutlicher Bruch mit den derzeitig frontgetriebenen Minis. Endgültig ist jedoch noch nichts. Die aktuelle Generation mit Frontantrieb ist erst seit 2023 auf dem Markt.
2001 Mini Cooper S R50
Gen6-Plattform mit Hinterradantrieb
Aktuell nutzt der neueste elektrische Mini eine Frontantriebsplattform aus einem chinesischen Joint Venture mit Great Wall Motor, während der Cooper mit Verbrennungsmotor weiterhin auf einer weiterentwickelten Version des bisherigen Chassis basiert. BMWs elektrische Gen6-Architektur, die bereits in Modellen der Neue Klasse wie dem iX3 eingeführt wird, positioniert den Hauptmotor an der Hinterachse und verspricht damit von Grund auf eine dynamischere Balance.
BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post hat einen Mini mit Hinterradantrieb als eine mögliche Option beschrieben, nicht als beschlossene Sache, wobei "die Freude am Fahren" der Maßstab sei. In der Theorie dürfte ein Motor im Heck ein saubereres Lenkgefühl, bessere Traktion beim kräftigen Herausbeschleunigen und mehr Spielraum für agileres Einlenkverhalten auf kurvigen Straßen bedeuten als beim heutigen frontgetriebenen Mini.
Wenn es den Ingenieuren gelingt, die Batterie tief zwischen den Achsen unterzubringen und die Räder weit nach außen zu rücken, könnte das Gen6-Layout trotz kompakter Außenmaße auch mehr Platz im Innenraum schaffen. Wettbewerber wie der Renault 5 verfolgen ähnliche Innenraumkonzepte. Ein verwandter Plan für einen BMW 1er als elektrischer Kompakter mit Heckantrieb deutet an, wie weit BMW kleine Fahrzeuge wieder in Richtung Heckschleuder entwickeln könnte.
Optik im Stil des R50
Minis Designchef Holger Hampf hat deutlich gemacht, dass die Proportionen "nicht verhandelbar" seien. Er verweist darauf, dass Menschen in verschiedenen Ländern und selbst Fünfjährige einen Mini allein an seiner Silhouette sofort erkennen. Der R50 von 2001 dient dabei als Referenzpunkt: kurze Überhänge, aufrechte Verglasung, markantes Dach und die bekannte Kombination aus runden Scheinwerfern über einer schlichten Grillöffnung.
Hampf hat außerdem davon gesprochen, diese wiedererkennbaren Merkmale mit einer cleveren Raumausnutzung und, wie er es nennt, "smile-creating"-Details zu verbinden, statt ein rein nostalgisches Retroauto zu bauen. Zu erwarten ist, dass die Beziehung zwischen runden Hauptscheinwerfern und Grill erhalten bleibt, ebenso wie ein markantes Dachband und Räder, die satt an den Fahrzeugecken stehen – auch wenn Crash-Strukturen, große Batterien und moderne Fahrerassistenzsysteme unter dem Blech deutlich mehr Platz beanspruchen als einst beim R50.
Quelle: Autocar
Auch interessant
Mini One von 2002 im Fahrbericht: Hildebrandt im Hildebrand
Mercedes C-Klasse Facelift muss ohne AMG C 63 V8 auskommen
Finaler Härtetest: Mini erprobt neuen Countryman Edition
Mercedes C-Klasse (2026) bekommt ein großes Facelift
Der nächste Chevy Camaro könnte eine viertürige Sportlimousine werden
Ciclope Mencia (2026): Luxus-Camper auf Ford Transit
Baut VW einen exklusiven Pick-up für die USA?