Ein neuer DS No.7 für Frankreichs Präsidenten
Pünktlich zum Nationalfeiertag kriegt Macron den gepanzerten und verlängerten "Élysée"
Am heutigen 14. Juli feiert Frankreich seinen Nationalfeiertag, und traditionell ist dies auch der Tag, an dem das Staatsoberhaupt in einem repräsentativen, oft hochgradig modifizierten Fahrzeug die Militärparade auf den Champs-Élysées anführt.
In diesem Jahr erhält dieses Ritual ein neues, rein elektrisches Kapitel. Mit dem DS N°7 Élysée setzt die junge Premiummarke des Stellantis-Konzerns eine jahrzehntelange Kooperation fort, die bis in die Gründungsjahre der Fünften Republik zurückreicht. Bereits unter General de Gaulle prägten die legendären, oft vom Karosseriebauer Chapron modifizierten Citroën DS das Bild staatlicher Repräsentation. Das neue Spitzenmodell bricht jedoch technologisch mit der Vergangenheit, denn es kombiniert erstmals eine vollgepanzerte Staatslimousine mit einem rein elektrischen Allradantrieb.
Bildergalerie: DS No.7 Elysee (2026)
Elektro, aber gepanzert
Als technische Basis dient der DS N°7 E-Tense AWD Long Range. Für den Dienst im Staatsfuhrpark erfährt das SUV jedoch tiefgreifende Modifikationen. Um dem Staatsoberhaupt den nötigen Schutz zu bieten, wurde das Fahrzeug mit einer maßgeschneiderten Vollpanzerung ausgestattet. Diese Sicherheitsaufrüstung bedingt wiederum Anpassungen an der Mechanik. Die speziell entwickelte hydropneumatische Federung, deren Stoßdämpfer in Frankreich konstruiert und abgestimmt wurden, soll trotz des erheblichen Mehrgewichts der Panzerung den markentypischen Komfort sowie eine sichere Straßenlage garantieren.
Mehr Radstand
Ein wesentlicher Unterschied zum Serienmodell betrifft den Radstand, der um 25 Zentimeter verlängert wurde. Diese Maßnahme schafft im Fond großzügige Platzverhältnisse, wodurch sich der Innenraum als mobiles Büro nutzen lässt. Für die nötige Diskretion sorgt eine einstellbare Tönung der hinteren Seitenscheiben, deren Lichtdurchlässigkeit je nach Situation variiert werden kann. Protokollarische Details wie abnehmbare Flaggenhalter, spezielle Lichtsignalanlagen und integrierte Kommunikations- sowie Sicherheitssysteme runden die Sonderausstattung ab.
DS No.7 Elysee (2026)
Auch optisch spiegelt das Fahrzeug seine staatstragende Rolle wider. Die Karosserie ist im exklusiven Farbton "Bleu Liberté" lackiert. Ein beleuchteter Kühlergrill zeigt die französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot, die sich auch auf der Motorhaube, den Radnaben und dem Heckdeckel wiederfinden. Im Innenraum dominieren edle Materialien und handwerkliche Details. Der graue Alcantara-Dachhimmel kontrastiert mit Sitzen aus Nappaleder und Alcantara in "Eternal Blau", die im markentypischen Armbandmuster gestaltet sind. Auf der Armaturentafel aus Buchenholz ist per Lasergravur ein Motiv der Marianne aufgebracht, der Nationalfigur der Republik.
Nationales Schaufenster
Aus industriepolitischer Sicht fungiert der DS N°7 Élysée als Schaufenster französischer Zulieferkompetenz. Die Panzerung und der finale Innenausbau erfolgen beim Spezialisten Centigon in der Bretagne. Die Batterie wird von ACC in Nordfrankreich geliefert, während die Elektromotoren aus Trémery stammen und die Fahrwerkskomponenten in Okzitanien entwickelt wurden. Das Audiosystem steuert der renommierte Hersteller Focal aus der Region Lyon bei.
Angetrieben wird die Staatslimousine von zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 350 PS, die von einer Batterie mit einer Kapazität von 97,2 Kilowattstunden gespeist werden. Laut Datenblatt ermöglicht diese Konfiguration eine theoretische Reichweite von bis zu 679 Kilometern, wobei das hohe Gewicht der Sonderschutzversion diesen Wert im realen Einsatz beeinflussen dürfte. Seine Premiere feiert das Staatsfahrzeug am heutigen Nationalfeiertag. Für Privatkunden ist die ungepanzerte Serienversion des neuen DS N°7 bereits bestellbar und soll im Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen.
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