AMG mit massiver Produktoffensive: Über 27 Modelle in 36 Monaten
Die Mercedes-Performance Marke hat eine spektakuläre Aufholjagd auf BMW M angekündigt
145.000 – So viele Fahrzeuge hat Mercedes-AMG im vergangenen Jahr verkauft. Und BMW? Die M GmbH wuchs bereits im 14. Jahr in Folge und erreichte mit 213.457 Einheiten einen neuen Rekord. Doch die Spezialisten aus Affalterbach haben einen Plan, wie sie die M-Leute aus Garching bis Ende des Jahrzehnts einholen.
Eine beispiellose Produktoffensive soll in den kommenden drei Jahren mehr als 27 Fahrzeuge hervorbringen. Anfang des Monats skizzierte Mercedes-AMG-CEO Michael Schiebe die neue Modelloffensive im Podcast "Bloomberg’s Hot Pursuit!". Dem vollelektrischen GT 4-Türer Coupé folgten bereits GLE 63 und GLS 63 – beide mit dem neuen V8 mit Flat-Plane-Kurbelwelle.
Weiterhin fehlt das lange erwartete Mythos-Modell. Zudem steht ein kompromissloser, V8-befeuerter CLE im Raum, aus dem auch eine weniger extreme Variante als CLE 63 hervorgehen soll. Darüber hinaus bereitet Mercedes-AMG ein G 63 Cabriolet, eine neue GT Black Series sowie einen C 53 mit Sechszylinder vor – als Pendant zum kürzlich eingeführten GLC 53, der ebenfalls einen Reihensechszylinder nutzt. Außerdem ist ein elektrisches SUV geplant, das auf derselben Plattform wie das neue GT 4-Türer Coupé basiert.
Mehr Modelle, aber weniger Motorvarianten
Automotive News erfuhr vom AMG-Chef, dass trotz wachsendem Portfolio die Zahl der Motorvarianten von 10 auf nur noch 4 sinken soll. Das Rückgrat der Verbrenner-Palette soll aus einem weiterentwickelten Sechszylinder und einem neuen V8 bestehen. Ob Vierzylinder bei AMG noch eine Zukunft haben, bleibt offen – möglich ist jedoch, dass sie weiterhin eine Rolle spielen, während die Performance-Marke bis Ende des Jahrzehnts 200.000 Fahrzeuge pro Jahr anpeilt.
Mercedes-AMG will sich dabei ein Stück weit an BMW M orientieren und "für jeden etwas" anbieten, statt die Elektrifizierung mit Nachdruck durchzudrücken. Der erneute Fokus auf Verbrennungsmotoren könnte helfen, einige der an Wettbewerber verlorenen Kunden zurückzugewinnen. Mit einer Rückkehr der V8-C-Klasse sollte man allerdings – zumindest kurzfristig – nicht rechnen.
Mercedes-AMG GT 4-Türer (2026)
Erstaunlich ist, dass es weiterhin keine konkreten Informationen zu einem überfälligen E 63 gibt. Berichten zufolge hat Mercedes Händlern in den USA jedoch bereits die nächste E-Klasse-Generation gezeigt. Demnach soll sie Anfang 2028 zunächst als EV starten, während Varianten mit Verbrennungsmotor später folgen.
Entgegen Prognosen vom Ende der Kombis soll die E-Klasse angeblich erneut als T-Modell kommen. Hoffentlich bedeutet das auch, dass Mercedes einen neuen E 63 T-Modell plant – als Gegner für den M5 Touring und den kommenden Audi RS 6 Avant.
Auch wenn AMG noch einiges aufzuholen hat, hat die Marke ihren Jahresabsatz in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Dieser Aufwärtstrend dürfte anhalten – getragen von einer Welle neuer Produkte, die innerhalb der nächsten 36 Monate anläuft.
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