Lotus entwickelt V8-Supersportwagen mit über 1.000 PS (Update)
Der Verkauf des Typ 135 startet 2028 mit einem Hybridantrieb. Wird er Esprit heißen?
Update vom 13. Mai 2026: Nun hat Lotus auch in Deutschland noch einmal die Eckpunkte seiner Zukunftsstrategie bestätigt. Der Strategieplan Focus 2030 zielt auf Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Geschäftsaktivitäten durch Markenstärkung und -vereinheitlichung, enge Partnerschaftskooperationen, finanzielle Disziplin sowie eine Multi-Antriebsstrang-Strategie.
Die neue eigenständige X-Hybrid-Performancetechnologie startet im vierten Quartal in Europa. Starker Plug-In-Hybrid Eletre X verzeichnet in China im ersten Monat mehr als 1.000 Bestellungen. Ein klares Bekenntnis zur Performance-Identität von Lotus: Der vollständig neue Hybrid-V8-Supersportwagen namens Type 135 ist bestätigt und soll 2028 auf den Markt kommen. Hier unser Originalartikel vom 12. Mai 2026:
Mit dem Produktionsende des Esprit im Jahr 2004 verabschiedete sich Lotus auch vom V8. 22 Jahre später feiert der Achtzylinder nun ein überraschendes Comeback: Die britische Sportwagenmarke teasert ein neues V8-Modell mit Marktstart 2028 an – inklusive Hybridantrieb und mehr als 1.000 PS (735 kW).
Oberhalb des Emira positioniert, gilt der "Type 135" als Lotus’ erstes Supercar. Das wirkt zunächst ungewöhnlich, schließlich wurde der vollelektrische Evija als Hypercar eingeordnet. Produziert werden soll der 135 in Europa, der genaue Standort ist allerdings noch offen. Ob das Auto in der Heimat in Norfolk gebaut wird, bleibt abzuwarten – weitere Details will Lotus noch in diesem Jahr nennen. Wichtiger als der Montageort ist jedoch die Frage, welcher V8 zum Einsatz kommt.
Lotus verrät nicht, ob erneut mit Mercedes-AMG kooperiert wird. Zur Erinnerung: Der Emira ist mit einem aufgeladenen 2,0-Liter-Vierzylinder erhältlich, konkret dem "M139", der in verschiedenen Hochleistungs-Kompaktmodellen aus Affalterbach steckt. AMG entwickelt zudem einen neuen 4,0-Liter-V8-Biturbo, der noch in diesem Jahr debütieren soll – es würde nicht überraschen, wenn genau dieser Motor im hier angeteaserten Supercar hinter den Sitzen Platz nimmt.
Teaser zum Lotus Type 135 Supersportwagen (modifiziert)
Nicht der erste Lotus-Hybrid – aber der bislang stärkste
Der "Type 135" wird nicht Lotus’ erster Hybrid: In China wird das Eletre-SUV bereits mit einem PHEV-Antrieb angeboten, der 940 PS (691 kW) leistet. Die Auslieferungen in Europa sollen außerdem im vierten Quartal des Jahres anlaufen. Wie sich manche erinnern werden, wollte Lotus bis 2028 eigentlich vollständig auf Elektroantrieb umstellen – das ist offenkundig nicht mehr der Plan.
Ein weiteres fehlendes Puzzlestück: Will Lotus den Namen Esprit wiederbeleben? Angesichts der historischen Bedeutung wäre das naheliegend. Wie auch immer – mit einer „aufgepumpten“ Emira sollte niemand rechnen, Lotus verspricht ein „komplett neues Auto“. Beim Design deutet der heute veröffentlichte Teaser an, dass sich das Styling am Konzept Theory 1 orientieren wird, das erstmals im September 2024 gezeigt wurde.
Der „Type 135“ ist Teil der neuen Unternehmensstrategie "Focus 2030", zu der auch ein aktualisierter Emira gehört, der in den nächsten Wochen vorgestellt werden soll. Der überarbeitete Mittelmotor-Sportwagen soll einen weiterentwickelten Verbrennungsmotor sowie zusätzliche Leichtbau-Maßnahmen erhalten – mit dem Ziel, den bislang stärkste und leichteste Emira auf die Räder zu stellen.
Lotus Theory 1 Concept
Ein Lotus-Supercar stand nicht gerade auf unserer Bingo-Karte – umso spannender ist es zu sehen, was sich hier als potenzieller Rivale für McLaren und Ferrari abzeichnet. Dass ein V8 statt eines V6 vorgesehen ist, ist ebenfalls eine gute Nachricht; der Hybridansatz wirkt dabei konsequent.
Der elektrifizierte Teil des Antriebsstrangs wird zwangsläufig Gewicht und Komplexität erhöhen – das steht im Gegensatz zu dem, wofür Lotus traditionell steht. Gleichzeitig lohnt der Blick aufs größere Ganze: Als Kompromiss zur Einhaltung strengerer Emissionsvorschriften ist das ein nachvollziehbarer Schritt. Man kann es als notwendiges Übel bezeichnen. Wäre der Type 135 rein als V8 konzipiert, ließe er sich in Regionen mit schärferer CO2-Gesetzgebung vermutlich kaum verkaufen.
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