Bugatti W16 Mistral "Fly Bug": Das Super-Sonder-Insekt
Zum Vorbild für die Optik hat man sich die Libelle genommen
Einen Bugatti in Serienausstattung? Das gibt es praktisch so gut wie gar nicht. Mit dem W16 Mistral "Fly Bug" erweitert Bugatti seine Individualisierungsreihe "Sur Mesure" um ein weiteres Einzelstück. Das Fahrzeug ist Teil einer Serie von vier eng miteinander verknüpften Projekten, die in Zusammenarbeit mit einem langjährigen Sammler entstanden sind.
Gemeinsamer Nenner dieser Fahrzeuge ist die Inspiration durch natürliche Vorbilder. Der "Fly Bug" bildet den jüngsten Abschluss dieser Kollektion und knüpft thematisch an bereits realisierte Modelle wie den Bugatti Veyron Grand Sport Vitesse, den Chiron sowie den Divo an.
Bildergalerie: Bugatti W16 Mistral "Fly Bug" (2026)
Im Zentrum der gestalterischen Konzeption steht diesmal die Libelle. Dieses Insekt dient als Vorlage für eine Formensprache, die Leichtigkeit, Dynamik und visuelle Komplexität miteinander verbindet. Die Designentwicklung entstand aus einem direkten Austausch zwischen dem Sammler und Frank Heyl. dem Designchef von Bugatti
Im Anschluss übernahm das Berliner CMF-Team (Color, Materials, Finish) die Ausarbeitung der gestalterischen Details. Dabei arbeiteten Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um eine konsistente Designsprache zu entwickeln, die sowohl die Eigenständigkeit des Fahrzeugs als auch seine Einbindung in die bestehende Sammlung sicherstellt.
Ein zentrales Element des Exterieurs ist ein neu entwickeltes Ellipsenmuster, das sich über die Karosserie erstreckt. Die Struktur verdichtet sich zum Heck hin und geht dort fließend in die dunklen Bereiche der Lufteinlässe über. Diese grafische Lösung stellt eine Weiterentwicklung früherer Muster dar, die bereits bei den Vorgängermodellen eingesetzt wurden.
Ergänzt wird das Erscheinungsbild durch die speziell entwickelte Lackfarbe "Dragonfly Blue". Sie zeigt je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel Farbwechsel zwischen Blau- und Türkistönen und greift damit die optischen Eigenschaften von Libellenflügeln auf. Auch die Felgen sind farblich entsprechend abgestimmt, trotz unterschiedlicher Material- und Lackanforderungen.
Bugatti W16 Mistral "Fly Bug" (2026)
Im Innenraum des besonderen Mistral setzt sich das gestalterische Konzept fort. Zum Einsatz kommt ein neu entwickeltes, mehrschichtiges Materialsystem, bei dem Leder mit einem geometrischen Muster über Alcantara gelegt wird. Eine spezielle Veredelung erzeugt dabei eine dreidimensionale Wirkung. Das Ellipsenmotiv findet sich auf den Türverkleidungen wieder und wurde an die jeweiligen Bauteilgeometrien angepasst. Erstmals integriert Bugatti ein solches grafisches Muster sowohl auf der Vorderseite der Türverkleidung als auch im Bereich der Armlehnen, was hohe Anforderungen an Fertigung und Materialverarbeitung stellte.
Bugatti W16 Mistral "Fly Bug" (2026)
Eine besondere technische Herausforderung stellte die Integration des Bugatti-Macarons in die Seitenlinie dar. Das Emblem wurde erstmals in ein grafisches Muster eingebettet und erforderte präzise Anpassungen bei Skalierung und Positionierung, um die charakteristischen Details originalgetreu darzustellen. Im Schalthebel findet sich zudem die Skulptur "Dancing Elephant", die auf Rembrandt Bugatti (den Bruder von Ettore) zurückgeht und einen Bezug zur künstlerischen Tradition der Marke herstellt.
Die Realisierung des W16 Mistral "Fly Bug" nahm mehrere Monate in Anspruch. Der hohe Individualisierungsgrad sowie die Komplexität der Umsetzung erforderten eine enge Abstimmung zwischen Design, Entwicklung und Fertigung. Das Ergebnis ist ein Einzelstück, das sowohl als eigenständiges Objekt als auch im Kontext der vierteiligen Sammlung konzipiert wurde und die Möglichkeiten der Bugatti-Sonderanfertigung demonstriert.
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