Leapmotor T03: Der Innenraum des billigen E-Autos im Detail
18.900 Euro oder 49-Euro-Leasing: Ist hier Verzicht angesagt?
Ein neues Elektroauto für nur 49 Euro im Monat? Mit diesem Kampfpreis und dem Slogan "Ich leaps" (haha!) preist Leapmotor derzeit sein kleines Elektroauto in Deutschland an. 51 Prozent der chinesischen Firma gehören übrigens Stellantis. Kompakte Abmessungen und ein in diesem Segment attraktiver Listenpreis zählen zu den Erfolgsfaktoren des Leapmotor T03, der im Februar das meistverkaufte Elektroauto in Italien war.
Schauen wir uns den chinesischen Kleinstwagen genauer an – mit Fokus auf Innenraum und Bedienung und Platzangebot.
Bildergalerie: Leapmotor T03 (2025) im Test
Leapmotor T03: Armaturenbrett und Displays
Das Armaturenbrett des T03 setzt auf ein geradliniges, aufgeräumtes Design und eine insgesamt sehr simple Grundausrichtung. Die Verarbeitungsqualität wirkt ordentlich, ohne auffällige Schwächen bei Spaltmaßen und Passungen – in dieser Klasse keine Selbstverständlichkeit. Im Zentrum stehen zwei Bildschirme: ein 8-Zoll-Digitalinstrument, gut ablesbar und mit ordentlicher Auflösung, sowie ein 10,1-Zoll-Touchscreen für das Infotainment.
Letzterer ist etwas tief positioniert, was die Ergonomie während der Fahrt beeinträchtigt. Die grafische Oberfläche wirkt nicht besonders modern und die Menüs sind teils wenig intuitiv. Positiv: Dank integrierter 4G-Konnektivität sind Over-the-Air-Updates möglich. Damit lässt sich nicht nur das Multimediasystem über die Zeit verbessern, sondern es können auch Energiemanagement und Fahrerassistenzsysteme aktualisiert werden.
Unter dem Screen finden sich USB-Anschlüsse und eine 12-Volt-Steckdose sowie ein praktischer Cupholder. Per App lassen sich zudem verschiedene Funktionen aus der Ferne steuern, etwa Klimatisierung und das Öffnen des Fahrzeugs.
Leapmotor T03: Materialien und Verarbeitung
Bei den Materialien setzt Leapmotor auf einfache Lösungen, die zum Segment passen. Die Oberflächen bestehen überwiegend aus hartem Kunststoff – funktional zur Kostensenkung, insgesamt aber sauber verarbeitet und ohne offensichtliche Mängel. Eine gepolsterte Zone gibt es lediglich im mittleren Bereich der vorderen Türverkleidungen, was den Komfort an den Kontaktstellen erhöht.
Leapmotor T03, die Sitze
Unterm Strich entsteht ein insgesamt solider Eindruck: die Anmutung ist schlicht, aber ausreichend ordentlich, um im Alltag zu überzeugen. Dacia lässt grüßen ...
Leapmotor T03: Platzangebot und Kofferraum
Zu den Stärken des T03 zählt die Innenraum-Variabilität, gerade mit Blick auf die kompakten Außenmaße. Hinten fällt die Kopffreiheit gut aus, die Beinfreiheit ist ausreichend, aber nicht üppig – vor allem für größere Passagiere.
Leapmotor T03, der Kofferraum
Der Kofferraum fasst 210 Liter, was für den urbanen Alltag genügt. Mit umgeklappter Rücksitzbank wächst das Ladevolumen, allerdings entsteht dabei eine Stufe im Ladeboden, die die Praktikabilität einschränkt.
Der Leapmotor T03 verfügt über einen Permanentmagnet-Synchronmotor mit einer Leistung von 70 kW (95 PS) und einem maximalen Drehmoment von 158 Nm. Diese Motorisierung ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Als Energiespeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit einem Netto-Energiegehalt von 37,3 kWh.
Leapmotor T03 (2025) im Test
Gemäß WLTP-Standard beläuft sich die kombinierte Reichweite auf bis zu 265 km, während im spezifischen Stadtzyklus eine Reichweite von bis zu 395 km erzielt werden kann. Der durchschnittliche Energieverbrauch ist nach Herstellerangaben auf Effizienz im urbanen Raum ausgelegt.
Der Ladevorgang erfolgt über einen CCS2-Anschluss. An einer Gleichstrom-Schnellladestation (DC) mit einer maximalen Ladeleistung von 45 kW wird die Batterie unter optimalen Bedingungen in rund 36 Minuten von 30 % auf 80 % geladen. Für das Laden mit Wechselstrom (AC) ist ein On-Board-Lader mit einer Leistung von 6,6 kW integriert, der eine vollständige Ladung an einer entsprechenden Wallbox in circa sechs Stunden ermöglicht.
Bildergalerie: Leapmotor T03: Innenraum und Kofferraum
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