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7er und X7 sind die ersten BMW Alpinas, Elektro-Varianten durchaus möglich

Die Zukunft von Alpina unter dem Dach von BMW nimmt Form an – kommen nach 7er und X7 bald auch elektrische Luxusgleiter?

Alpina XB7
Bild von: Hersteller

Seit dem 1. Januar weht ein neuer Wind in Buchloe – oder besser gesagt in München. Nachdem die BMW Group die Markenrechte des langjährigen Partners zum Jahresbeginn offiziell übernommen hat, rückt nun die Frage in den Fokus, wie die Zukunft der traditionsreichen Veredelungsschmiede konkret aussieht.

Die Antwort ist nun klar und kommt ehrlich gesagt auch nicht sehr überraschend: BMW positioniert Alpina künftig noch deutlicher im Luxussegment. Die ersten Modelle der neuen Ära werden auf dem 7er und dem X7 basieren, wie BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post gegenüber Autocar nun bestätigte.

Zwischen Luxus und Technologieoffenheit

Damit bleibt sich Alpina in gewisser Weise treu, schließlich markierten die Flaggschiffe der 7er-Reihe und das Full-Size-SUV X7 bereits in der Vergangenheit die Spitze des Portfolios. Interessant wird es jedoch beim Blick unter die Haube. Da BMW seine Kernmodelle im Zuge der "Neuen Klasse"-Strategie technologisch massiv überarbeitet, steht auch für Alpina ein Wandel an.

Alpina XB7 (2022)

Alpina XB7 Interieur (2022)

Auf die Frage, ob wir künftig rein elektrische Alpina-Modelle sehen werden, gab sich Post betont offen. Man sei "technologieoffen". Ein flüsterleiser, aber druckvoller Elektro-Antrieb würde jedenfalls hervorragend zum bisherigen Charakter der Marke passen.

Die strategische Ausrichtung ist dabei streng von der hauseigenen M GmbH getrennt. Während die M-Modelle ihre Gene auf der Rennstrecke finden und eine kompromisslose Performance-Philosophie verfolgen, soll Alpina eine andere Klientel bedienen. "Alpina wird nicht über Sportlichkeit sprechen, sondern über Geschwindigkeit, Komfort und Luxus", so Post. Es geht um den souveränen Gleiter für die Langstrecke, der zwar schnell ist, dabei aber stets die Eleganz und eine gewisse Reife wahrt.

Handwerkskunst statt Massenware

Auch optisch wird man die Differenzierung beibehalten. Laut M-Designchef Oliver Heilmer gab es anfangs zwar Überlegungen bezüglich möglicher Überschneidungen, doch die Projekte stünden für völlig unterschiedliche Ansätze. Alpina soll als "reife" Alternative fungieren, während M-Modelle zweckorientiert auf maximale Performance getrimmt sind.

Bildergalerie: Alpina B7 Mint Green

Für die Kunden bedeutet der Wechsel unter das BMW-Dach vor allem eines: mehr Individualität. BMW verspricht ein Portfolio an maßgeschneiderten Optionen, bei denen hochwertige Materialien und echte Handwerkskunst im Vordergrund stehen.

Jedes Fahrzeug soll ein Objekt für Kenner bleiben, die das Besondere suchen, ohne auf den gewohnten Komfort eines Luxusliners verzichten zu wollen. Wann die ersten Neuerscheinungen unter der neuen Regie kommen, ist noch unklar. Das große Facelift des 7ers wird Ende April debütieren und einige Monate später bei den Händlern stehen. Danach dürfte es für den Alpina-7er konkret werden. Die zweite Generation des X7 wird erst Ende 2027 erwartet. 


GESPONSERT: Vorsicht auf dem Klassiker-Markt

Dass die Zukunft von Alpina nun fest in Münchner Hand liegt, hat noch einen weiteren, für Fans entscheidenden Nebeneffekt: Die bisherigen Modelle aus der Buchloer Manufaktur rücken auf dem Gebrauchtwagenmarkt schlagartig in den Fokus von Sammlern und Investoren. Doch wo die Liebhaberpreise steigen, sind Betrüger leider nicht weit. Immer öfter werden serienmäßige BMW-Modelle nachträglich mit den charakteristischen Spoilern und Felgen auf Alpina-Optik getrimmt. Auch verschwiegene Unfallschäden nach Ausflügen auf die linke Autobahnspur sind bei den sündhaft teuren Hochleistungs-Gleitern ein massives Risiko.

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